Qualcomm hat den Chipsatz 9150 C-V2X vorgestellt. Der Chip basiert auf Release 14 der 3GPP-Spezikationen und hat eine integrierte GNSS-Funktion sowie einen Anwendungsprozessor mit einem ITS-V2X-Stack (Intelligent Transportation System). Zusätzlich verfügt er noch über ein Hardware Security Module (HSM).

Der Cellular-V2X-Chipsatz unterstützt direkte oder Netzwerk-basierte Übertragungswege. Gemeinsam mit Sensoren, Kameras, Lidar und Radar liefert der Chipsatz Informationen zur Fahrzeugumgebung, inklusive Hindernisse, die sich nicht im direkten Sichtfeld befinden. C-V2X-Direktkommunikation soll die Situationserfassung verbessern, indem sie Daten erfasst und sich latenzarm über das global harmonisierten 5,9-GHz-ITS-Band mit anderen Objekten austauscht. Dazu zählen Fußgänger (Vehicle-to-Pedestrian), andere Fahrzeuge (Vehicle-to-Vehicle) oder die Infrastruktur (Vehicle-to-Infrastructure).

Erfolgt die Übertragung über die Netzwerkkommunikation greift der Chipsatz auf die 4G- und in Zukunft auch auf die 5G-Netze zu. Diese Art der Kommunikation soll Telematik, Infotainment und eine steigende Zahl an Sicherheitsanwendungen unterstützen. Die Standards für den C-V2X-Chipsatz entsprechen denen der Society of Automotive Engineers (SAE9) sowie denen des Telecommunications Standards Institute ITS (ETSI-ITS). Für eine zukünftige Nutzung der Technologie von Qualcomm haben sich unter anderem auch Audi, Ford, Group PSA und SAIC ausgesprochen.