Der CANopen-Chip CO4031 ist als kompletter Endgerätecontroller zu sehen: Im QFP64-Gehäuse stellt er alle erforderlichen Bus- und Peripherie-Funktionen für eine dezentrale Bedienkonsole zur Verfügung; zusammen mit einem Display, LEDs und Tasten lassen sich unterschiedliche Bedieneinheiten mit integrierter CANopen-Schnittstelle realisieren. Für den Anschluss von Tasten stellt der Chip 8 Scan- und 8 Return-Lines zur Verfügung; Matrixtastaturen mit max. 64 Tasten lassen sich direkt realisieren. Für Statusanzeigen oder beliebige optische Signale kann man auch LEDs über den Bus verwalten: Bis zu 32 LEDs lassen sich im Multiplexverfahren voneinander unabhängig schalten. Eine akustische Meldungsausgabe ist über einen Buzzer-Ausgang möglich, der z. B. einen Piezo-Signalgeber ansteuert. Je nach Konfiguration ist das Signal als hörbare Tastaturquittung und/oder als Meldeausgang dem CAN-Bus zugeordnet.


Für die Inbetriebnahme benötigt man keine Programmierung: Einstellungen wie CAN-Identifier, Baudrate, Displayvariante und weitere Parameter lassen sich durch die Chipbeschaltung oder mittels anschließbarer DIP-Schalter festlegen. Im Chip sind die CiA-Kommunikationsschicht DS301(V4.0) und das CiA-Geräteprofil DS401(V2.0) ganzheitlich implementiert – das ermöglicht die Verwendung des Bediengerätes wie eine Ein-/Ausgabe-Einheit. Für den Prozessdatenaustausch stehen 2 Receive- und 2 Transmit-PDOs mit dynamischem PDO-Mapping zur Verfügung. Der Baustein unterstützt alle in CANopen spezifizierten Übertragungsarten, Guardings und Baudraten bis zu 1 Mbit/s.


Für ein Minimum-Boot-Up können nahezu alle Einstellungen im CANopen-Objektverzeichnis des Chip geändert und abgespeichert werden. Der CO4031 ist auch im erweiterten Temperaturbereich von -40° C bis 105° C erhältlich; ein Evaluations-Kit mit Display, Tastatur, LEDs sowie Anschlusssteckern und Netzteil ist ebenfalls verfügbar.