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CeBIT 2001

Die CeBIT 2001 ? der weltgrößte Marktplatz der ITK-Technologien ? präsentiert vom 22. bis 28. März 2001 in Hannover Informationstechnik,Telekommunikation, Software und Büroautomation für morgen.

Mit 8.015 Ausstellern aus 60 Ländern und einer Nettofläche von 422.109 m2 ist die CeBIT die größte Messe der Welt. Das Messegelände in Hannover ist bis auf den letzten Quadratmeter ausgebucht. In 26 Hallen plus Pavillons präsentiert sich das weltweit umfassendste Angebot für die ITK-Branche. Beeindruckend sind auch die Besucherzahlen der CeBIT: Zur vergangenen Veranstaltung wurden an den sieben Messetagen mehr als 780.000 Gäste gezählt, davon über 130.000 aus dem Ausland.
In Ergänzung zum Ausstellungsangebot wartet die CeBIT 2001 mit einem umfangreichen Rahmenprogramm zu aktuellen Themen rund um die Branche auf. Im Convention Center werden über 800 Firmenvorträge sowie zahlreiche Tagungen, Foren und Vortragsveranstaltungen angeboten. Zur vergangenen CeBIT wurden bei diesen Fachveranstaltungen insgesamt mehr als 51.000 Teilnehmer registriert.
Top-Entscheider aus allen Kontinenten nutzen die Veranstaltung, um sich über das Weltmarktangebot zu informieren und Investitionsentscheidungen abzusichern. In den 15 Jahren ihres Bestehens hat sich die CeBIT zum wichtigsten Treffpunkt der Zukunftsbranche entwickelt. Diese Bedeutung wird auch durch die Präsenz hochkarätiger Referenten bei der Auftaktveranstaltung am Vorabend unterstrichen. Keynote-Sprecherin ist Carly S. Fiorina, Präsidentin und CEO von Hewlett-Packard. Für die ITK-Branche spricht Dr. Volker Jung, Präsident des Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien und Vizepräsident des Bundesverband der Deutschen Industrie. Eröffnet wird der “Mega-Event” von niemand geringerem als dem deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder.
Von Bluetooth bis Zip-Drive
Auf dem Gemeinschaftsstand “Bluetooth-Exchange” erläutern 25 Aussteller die aktuellen Funktionen und Einsatzmöglichkeiten der Bluetooth-Technologie. Unterstützt wird die Präsentation vom Interessenverband Bluetooth Special Interest Group. Der Verband zeigt seinen einheitlichen Standard zum drahtlosen Austausch von Daten. Bei “Bluetooth-Exchange” können die Besucher die Technologie selbst ausprobieren und sich über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten informieren: von der Telekommunikation über mobile Rechner und Handys bis hin zu Peripherieeinrichtungen für die Bürowelt, E-Commerce sowie Steuer- und Überwachungsanwendungen im Heimbereich. Bluetooth ist eine Technologie zum Aufbau kostengünstiger Funkverbindungen im Kurzstreckenbereich. So können Notebooks, Handys und andere tragbare Geräte drahtlos miteinander kommunizieren. Eine Verkabelung zwischen den einzelnen Systemen entfällt. Hinsichtlich der per Bluetooth einsetzbaren Geräte sind praktisch keinerlei Grenzen gesetzt. Bluetooth-Funktechnik bietet darüber hinaus eine universell einsetzbare Verbindung zu bestehenden Datennetzen, eine Peripherieschnittstelle sowie eine innovative Lösung zum Aufbau kleiner privater Ad-hoc-Gruppen von angeschlossenen Geräten außerhalb der festen Netzinfrastruktur.
Auf der Präsentation “Fibre-Channel-Exchange” zeigen 22 Aussteller innovative Fibre-Channel-Produkte und -Anwendungen für die Verbindung von Workstations, Servern und Speichereinrichtungen bis hin zu skalierbaren Rechner- und Speicher-Clustern.
Fibre Channel ist eine Datentransferschnittstelle mit einer Übertragungsrate von einem Gigabit pro Sekunde, die im Zusammenspiel mit vielen allgemein verwendeten Transportprotokollen wie IP (Internet Protocol) und SCSI (Small Computer Standard Interface) eingesetzt werden kann. Die Fibre-Channel-Technologie arbeitet in einem Entfernungsbereich von bis zu 10 km, und zwar sowohl in Kupfer- als auch in Glasfasernetzen. Sie bietet eine Kombination aus High-Speed-I/O- und Vernetzungs-Möglichkeiten in einem einzigen Connectivity-Tool, mit dem ein zuverlässiger simultaner Datenverkehr zwischen Workstations, Großrechnern, Servern, Speichersystemen und anderen Peripheriegeräten sichergestellt werden kann.
Themen bei “Fibre-Channel-Exchange” sind unter anderem Netz-Switches und Überwachungssysteme, Connectivity-Produkte und -Adapter, Controller, Lösungen zur Datensicherung, Fibre-Channel-Laufwerke, Glasfasersysteme, SCSI-Speicher, Speicherprodukte und Switching-Systeme.
Die Entwicklung der Speicher folgt in gewisser Weise derjenigen der Rechner: So wie schon seit einiger Zeit fast jeder Computer in ein Netz eingebunden ist, werden nun auch die Massenspeicher vernetzt. Damit stehen die Speicherinhalte nicht nur dem angeschlossenen Rechner zur Verfügung, sondern allen Netzteilnehmern.
Im Wesentlichen bietet die Industrie zwei Techniken an, um Speicher zu vernetzen: SAN (Storage Area Network) und NAS (Network Attached Storage).
SANs sind sehr leistungsfähig, da die Speicher über ein eigenes Netz für den Datenverkehr verfügen. Speicherorientierte Vorgänge wie Datenspiegelung, Backup oder Restore belasten das reguläre firmeninterne Datennetz nicht. In der Regel sind SANs als Glasfasernetze angelegt. Wegen der besonderen Anforderungen an die Geschwindigkeit des Datenaustauschs arbeiten diese Netze nicht nach den herkömmlichen Normen, sondern nach speziell für diesen Zweck entwickelten Verfahren wie Fibre Channel, SCSI (Small Computer System Interface) over IP (Internet Protocol) oder Infiniband. Die Protokolle und Verfahren der einzelnen Hersteller sind untereinander nicht immer kompatibel. Dies erschwert das Zusammenschließen von Speichern unterschiedlicher Anbieter.
Weniger aufwendig und preiswerter sind in der Regel Speicher, die nach dem NAS-Prinzip arbeiten. So genannte Filer oder Speicher-Appliances werden einfach an das lokale Datennetz des Unternehmens angeschlossen, und sofort steht den Anwendern die gesamte Kapazität des Speichers zur Verfügung. Der Verwaltungsaufwand dieser Appliances ist minimal, die Leistung dennoch deutlich höher als bei konventionellen Dateiservern. Die Kommunikation mit den Kunden erfolgt über das lokale Netz des jeweiligen Unternehmens. Die Appliances nutzen dazu herkömmliche Netzprotokolle wie das Internet Protocol (IP), Network File System (NFS) oder HTTP (Hyper Text Transport Protocol). Da der Zugriff auf die Daten über das allgemeine Firmennetz läuft, wird dort allerdings die Belastung erhöht.
Ein Problem der SAN-Welt aus der Sicht der Verbraucher stellt die zurzeit noch lückenhafte Interoperabilität zwischen den Produkten unterschiedlicher Hersteller dar. Industrievereinigungen wie die SNIA (Storage Networking Industry Association) oder “Open Storage” haben sich indessen zusammengefunden, um Lösungen zu erarbeiten. Darüber hinaus werden unter dem Schlagwort “Virtualisierung” weitere Lösungen entwickelt, die mit einer geeigneten Software sämtliche Speicher ansprechen und damit die Verbindung herstellen. Diese Software soll die “Übersetzung” der unterschiedlichen Protokolle übernehmen. Der User muss gar nicht mehr wissen, wo seine Daten physisch abgelegt werden. Das System präsentiert ihm eine logische Sicht auf den Datenpool. Der gesamte, auf viele einzelne Massenspeicher verteilte Speicherplatz erscheint ihm als eine einzige riesige Festplatte, auf der er seine Strukturen je nach Bedarf der Anwendung einrichten kann. o

GISI Messeconsult
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