Die Firma hat eine flexible Überwachungseinheit für VMEbus-Systeme entwickelt. Mit dem sogenannten Chassis Monitoring Module (CMM) können Anwender alle wichtigen Systemparameter, wie Spannung, Temperatur und Lüfterfunktion, detailliert im Blick behalten. Dank freier Programmierbarkeit der Einheit lassen sich unterschiedlichste Meldungen und daraus resultierende Aktionen definieren. Herzstück des CMM ist ein Microcontroller, den der Anwender über eine serielle Schnittstelle mit seinem PC programmieren kann. Ein- und Ausgänge des Moduls lassen sich nach Wunsch verknüpfen und die Parameter frei definieren. Mit den Spannungseingängen kann das CMM die VMEbus-Spannungen 5 V, 3,3 V, ±12 V, aber auch systemfremde Spannungen überwachen.


Mehrere Temperatureingänge erlauben es, Lüftereinheiten im System in Abhängigkeit von der Temperatur zu regeln. Dies geschieht drehzahlgesteuert über Pulsweitenmodulation. Die Drehzahlüberwachung der Lüfter weist den Anwender frühzeitig auf Probleme hin. Die Bedingungen, unter denen ein Alarm ausgelöst werden soll, kann der Kunde je nach Bedarf an seine Anwendung anpassen. So ist es möglich, Alarme in verschiedenen Stufen zu definieren, z. B. die Temperatur dreistufig als „Ampel“; der „grüne“ Bereich könnte bis 45º C reichen, wechselt zwischen 45-55º C auf den Warnzustand „Gelb“, darüber wird auf die kritische Alarmmeldung „Rot“ umgeschaltet, wo umgehend Gegenmaßnahmen einzuleiten sind.


Prinzipiell lassen sich der Betriebszustand (z. B. Temperatur) und die Fehlersignale des VMEbusses (z. B. ACFAIL bei Netzspannungsausfall, SYSFAIL bei Lüfterausfall oder anderen Störungen) an die übergeordnete Steuereinheit versenden oder aber vor Ort optisch anzeigen. Darüber hinaus ist das CMM in der Lage, über die R485-Schnittstelle mit Schroffs Cabinet Control System CCS 20 zu kommunizieren. Denkbar ist auch der Einsatz des CMM in einem CompactPCI-System.