(v.l.n.r.) Ting Cai, Chairman und CEO der China National Chemical Equipment Co. Ltd. (CNCE), Dr. Frank Stieler, CEO der Krauss-Maffei-Gruppe, und Chen Junwei, CEO von Chem China.

(v.l.n.r.) Ting Cai, Chairman und CEO der China National Chemical Equipment Co. Ltd. (CNCE), Dr. Frank Stieler, CEO der Krauss-Maffei-Gruppe, und Chen Junwei, CEO von Chem China. Krauss Maffei

Chem China führt die Transaktion gemeinsam mit Guoxin International Investment Corporation und Agic Capital durch. Laut der Krauss-Maffei-Gruppe steht der Geschäftsabschlus noch unter dem Vorbehalt der üblichen Abschlussbedingungen und der Genehmigung der zuständigen Behörden.

Wachstumspotenzial erwarten die Unternehmen für Krauss Maffei insbesondere durch einen verbesserten Marktzugang in China, den Chem China ermöglichen könne, so Jianxin Ren, Chairman von Chem China.  Als Gründe für eine positive Auswirkung auf den Bereich der Spritzgießtechnik nennt er die fortschreitende Automatisierung in der Automobilproduktion sowie den Trend zu Leichtbaumaterialien. „Wir erwarten, dass die Entwicklungen in der Automobilindustrie großes Potenzial bieten.“

Krauss-Maffei-Gruppe plant Personalaufbau

Dabei soll Krauss Maffei selbständig bleiben: Der Firmensitz der Gruppe bleibt in München, die operative und unternehmerische Verantwortung in Europa. So soll die Gruppe weiterhin als deutsche Gesellschaft mit mitbestimmendem Aufsichtsrat geführt werden. Alle bestehenden Tarif- und Standortzusagen gelten nach Unternehmensinformation unverändert fort. Auch ein Personalaufbau ist für das Jahr 2016 geplant, insbesondere in Deutschland: „Insgesamt werden wir weltweit Arbeitsplätze schaffen“, sagte Frank Stieler, CEO der Krauss-Maffei-Gruppe. Aktuell beschäftigt das Unternehmen weltweit rund 4 500 Mitarbeiter, davon 2 800 in Deutschland. Arbeitnehmervertreter und die IG Metall begrüßen den angestrebten Eigentümerwechsel.

Weiterhin sollen die Marken Krauss Maffei, Krauss Maffei Berstorff und Netstal fortgeführt werden. Dies gelte auch für Produktion, Technologie, Patente sowie Forschung und Entwicklung, teilte Krauss Maffei mit.