Die Wachstumsvorhersagen des chinesischen Marktes und sein Potenzial sind ausgezeichnet, und zwar besonders für IT, Telekommunikation und Konsum-Elektronik. Mit der electronicChina 2002, der Internationalen Ausstellung für Bauelemente, Baugruppen, Elektronikfertigung und Photonik bietet die Messe München, Gründer und Veranstalter der „electronica“ in München, Unternehmen eine gute Plattform, um den Fachbesuchern aus China und den benachbarten Ländern ihre Produkte und Lösungen vorzustellen. Gleichzeitig präsentiert die PCIM China Conference and Seminar die moderne technischen Errungenschaften in der Leistungselektronik, bei intelligenten Antrieben und der Energiequalität. Die electronicChina findet vom 12. bis 15. März 2002 auf dem neuen Messegelände Shanghai New International Expo Center (SNIEC) in Shanghai/Pudong statt.


Auf China ruhen hohe Erwartungen, besonders in den Bereichen Halbleiter und elektronische Bauelemente. Der überwiegende Anteil am hohen chinesischen Bedarf wird durch Importe abgedeckt, wobei die chinesische Regierung den Technologietransfer aus anderen Ländern aktiv unterstützt. Auf diese Weise bietet der Markt China beträchtliche Chancen sowohl für ausländische als auch für inländische Hersteller. Darüber hinaus gibt es weitere Gründe dafür, auf China zu setzen: China hat mehr als 1,3 Milliarden Einwohner und der Markt verzeichnet einen ungestillten Appetit auf Halbleiterchips und Elektronik-Bauelemente. Außerdem wird der Beitritt Chinas zur WTO die Tore des weltweit drittgrößten Markts weit öffnen. Einer Studie des ZVEI zufolge, die in diesem Monat vorgestellt wurde, wird China bis zum Jahr 2005 der drittgrößte Markt für Mikroelektronik sein. Und eine bleibend starke Nachfrage aus den Bereichen Kommunikation, Datenverarbeitung, Konsum- und Industrieelektronik wird China bis zum Jahre 2010 voraussichtlich zum zweitgrößten Halbleitermarkt aufrücken lassen, lediglich noch die USA vor sich.


Die Fünfjahres-Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts der Volksrepublik China wird nach dem Beitritt Chinas in die WTO jährlich mehr als 10 Prozent betragen, was wiederum einer breiten Industriepalette, die wissenschaftliche und industrielle Erzeugnisse benötigen, zusätzliche Wachstumsimpulse gibt. Die High-Tech-Industrie, ein neuer Wachstumsbereich der nationalen Wirtschaft, entwickelte sich im vergangenen Jahr mit hoher Geschwindigkeit. Die Herstellung von Mobiltelefonen stieg um 130 Prozent, und die Fertigung von integrierten Halbleiterschaltkreisen ging um 51,5 Prozent nach oben. Bereits jetzt stellt China den größten Mobiltelefonmarkt der Welt dar, wobei die Zahl der Nutzer insgesamt bis 2005 bei ungefähr 300 Millionen liegen dürfte. Chips werden dringen gebraucht Zwar ist der Chipmarkt der Volksrepublik China mit 11,4 Milliarden US-$ der größte in Asien, doch stillt die derzeitige Chipproduktion lediglich rund 20 Prozent der Nachfrage, was sehr gute neue Geschäftschancen eröffnet.


Ausser der Tatsache, dass das riesige Land zum dominierenden OEM (Original Equipment Manufacturer) für andere globale Player geworden ist, nimmt die Inlandsnachfrage nach Farbfernsehgeräten, Mobiltelefonen, PCs und nach anderen Chip-basierten Geräten immer stärker zu. Produkte wie DVD-Player, Digitalkameras, intelligente Chipkarten, Set-Top-Boxen, Handys und die mobile Telekommunikations-Infrastruktur sollen, Prognosen zufolge, im Durchschnitt mehr als 35 Prozent pro Jahr zulegen. Außerdem ist China der weltgrößte Markt für Digitalwandler. Die Nachfrage nach Produkten, die ICs und andere Komponenten einsetzen, wird gestützt durch die Tatsache, dass große Unternehmen ihre Fertigungsbasis nach China verlagern, was einen zusätzlichen hohen Inlandsbedarf an Halbleitern und anderen Elektronik-Komponenten zur Folge hat.