Die internationale Anwender- und Herstellervereinigung CAN in Automation (CiA, Nürnberg, hat Anfang des Jahres eine Empfehlung, einen Draft Standard und ein Draft Standard Proposal veröffentlicht. Die CiA 303-1 Empfehlung zur Verkabelung und Steckerbelegung für CANopen-Geräte als Version 1.7 spezifiziert außer den Hinweisen zur Verkabelung und Steckerbelegung auch die Benennung der Bus-, Masse- und Schirmleitungen. Zusätzlich zu editorischen Klärungen wurde der acht-polige Ampseal-Stecker für redundante Kommunikation spezifiziert. Hinzugenommen wurden Verweise auf den 18-poligen VDA-interface-Stecker und den zwei-poligen Netzanschluss-Stecker zur Nutzung in Fahrzeugen.

Das CANopen-Geräteprofil CiA 401 für Neigungssensoren in Version 1.3 ist ein Draft Standard. Das Geräteprofil ist für die ein- und zweiachsigen Neigungssensoren geeignet, die Neigungen in der Längs- und Querrichtung messen und als 16-Bit- oder 32-Bit-Werte ausgeben können. Zusätzlich zu editorischen Klärungen wurde die Beschreibung der PDOs (Prozessdatenobjekte) um den Zähler-Startwert für die synchrone Prozessdaten-Übertragung erweitert.

Als drittes veröffentlichte die Vereinigung das CANopen-Geräteprofil CiA 452 für PLCopen Motion Control in Version 1.0 als Draft Standard Proposal (DSP). Das Geräteprofil spezifiziert die CANopen-Schnittstelle für elektrische Antriebe, die von programmierbaren Steuerungen (SPS) unter Nutzung der PLCopen-Motion-Control-Befehle gesteuert werden. Der Antrieb nutzt teilweise die Betriebsmodi und Konfigurationsparameter, die im CANopen-betreffenden Teil (CiA 402) der IEC 61800-7 (Elektrische Leistungsantriebssysteme mit einstellbarer Drehzahl) definiert sind. Parameter für solche zusätzlichen Modi wie Getriebeübersetzungmodus (gear), manueller Modus (jog) und Kurvennachführmodus (camming) sind in CiA 452 spezifiziert. Der Antrieb bekommt seine Sollwerte (modusabhängiges 16-Bit- oder 32-Bit-Referenzwerte) mit dem Kommandowort in einem PDO. Im modusabhängigen PDO überträgt der Antrieb sein Statuswort und die Istwerte.