CIMPLICITY modernisiert Lagerhaus

CIMPL gelagert

Die Kärntner EVA (Elektroinstallationen-Verteilerbau-Automatisierungstechnik GmbH) modernisiert seit Mitte 1999 Zug um Zug das Raiffeisen-Lagerhaus in Klagenfurt. Zentrales Visualisierungs-Tool ist dabei CIMPLICITY HMI von GE Fanuc.

EVAs Zusammenarbeit mit dem österreichischen GE Fanuc Generalvertreter Taschek & Gruber hat schon eine lange Tradition: „Wir sind praktisch Kunden der ersten Stunde. Über einzelne Produkte hatten wir schon heftige Diskussionen aber Offenheit gehört eben zu einer guten Partnerschaft. Die neue SPS-Linie von GE, die zuverlässigen Bediengeräte von Exor und vor allem das hervorragende Visualisierungssystem CIMPLICITY zählen zu unseren wichtigsten Produkten, die wir in vielen Lösungen einsetzen,“ charakterisiert EVA Geschäftsführer Podrietschnig die Zusammenarbeit mit T&G.

CIMPLICITY überzeugte
„Für uns war CIMPLICITY ein ideales Einsteigerprodukt. Wir hatten die wichtigsten Funktionen rasch im Griff und spürten, das hier ein mächtiges Werkzeug vorliegt, das uns für künftige Aufgaben genug Ressourcen und Möglichkeiten bietet,“ betont Ing. Michael Dreier. Dreier weiter: „Und wir lernten von T&G eine persönliche Unterstützung kennen, die ihresgleichen sucht. CIMPLICITY war sozusagen der nächste logische Schritt nach den grafischen Bediengeräten, die wir seit Jahren im Schaltschrankbau einsetzen. Unsere erste CIMPLICITY-Visualisierung realisierten wir in einem Steinbruchunternehmen. Vor der Entscheidung haben wir drei namhafte Systeme hier im Haus eingehend getestet. Die Entscheidung viel eindeutig zu Gunsten von CIMPLICITY,“ kommentiert Programmierspezialist Dreier.
CIMPLICITY überzeugt vor allem auch wegen seiner grafischen Leistungsmerkmale. Es ist relativ einfach zu programmieren, enthält unzählige vordefinierte Symbole, die alle leicht verändert, erweitert und animiert werden können – auch abschnittsweise. Die Möglichkeit der Farbzuweisung, Schattierung usw. machen die Objekte erfassbarer und „echter“. CIMPLICITY kommuniziert nicht nur ausgezeichnet mit den GE Fanuc Steuerungen sondern auch mit Fremdgeräten, wie z. B. der Siemens-SPS. Dazu wird bei der EVA eine Applicom-Schnittstelle als Einschubkarte in den PC gesteckt. Neben den klaren Entscheidungen für CIMPLICITY und die Exor-Bediengeräte hat man bei EVA auch klare Präferenzen bei Bussystemen: Bevorzugt wird für die einfachen Anwendungen der ASI-Bus verwendet – er ist praktisch der „Betriebsbus“ für EVA. Darüber liegend wird der PROFIBUS eingesetzt. Die Vorzüge vom ASI-Bus sieht Podrietschnig so: „Er ist einfach, kostengünstig und erlaubt den direkten Anschluss von Sensorik, die leichte Ansteuerung von Pneumatik-Modulen etc.“

Projekt Lagerhaus
Das Mischfutterwerk im Lagerhaus Klagenfurt erzeugt pro Jahr rund 80.000 Tonnen Futter für Geflügel, Schwein und Rinder. Als wesentlichster Grundstoff wird Mais verwendet, der gemahlen und mit verschiedenen Zusatzstoffen wie Fischmehl, Kakaoschoten usw. zu fertigem Kraftfutter vermischt bzw. verpresst wird. Im Mischfutterwerk werden die in den insgesamt 30 Silos (Zellen) gelagerten Rohstoffe über Rädler (vertikale Förderstrecken) und Becher-Elevatoren von den sogenannten Rohstoffzellen in die Mühlen und von dort in die Fertigen-Arbeits-Zellen befördert.
Im Vorjahr wurde der Auftrag zur Teilmodernisierung der Steuerungstechnik an die EVA vergeben und im Herbst 1999 ein CIMPLICITY-Visualisierungssystem für den ersten Teilbereich – Rohstoffzellen – Mühlen – Fertigen-Arbeits-Zellen – in Betrieb genommen. Der Zuschlag an die EVA wurde aufgrund der technisch überzeugenden Lösung, des guten Preis-/Leistungsverhältnisses und vor allem auch wegen der örtlichen Nähe erteilt. Die riesige Hardware-verdrahtete Mosaik-Steuerungstafel wird jetzt sukzessive durch das flexible CIMPLICITY-Visualisierungssystem ersetzt.
Der Auftrag umfasste die Erneuerung der gesamten Steuerungstechnik, von den Motorabgängen bis zur Visualisierung. Das Ziel der Modernisierung ist, die Produktivität und Flexibilität des Betriebs zu steigern. Dazu musste für den Operator ein einfaches, verständliches und überschaubares System auf den Bildschirm gebracht werden, das die Bedienung entsprechend den Erfahrungswerten möglich macht. Durch Mausklicks können jetzt Ventile geöffnet, Motoren gestartet/gestoppt und Förderstrecken gesteuert werden. Die Farbcodierung und die animierten Symbole erlauben die aktiven Elemente sofort zu erfassen.
Lagerhaus-Mischmeister Angerer: „Ich habe mich rasch an das neue System gewöhnt. Die Grafiken zeigen den Betriebszustand der Anlage wirklich sehr anschaulich. Vieles ist jetzt einfacher als beim alten System.“

Operator programmiert Rezepturen
Um einen vollautomatischen Betrieb zu ermöglichen, müssen fertige Rezepte programmiert und gespeichert werden. Damit von den insgesamt 900 Möglichkeiten (30 x 30 Zellen) der Operator selbst seine Rezepte erstellen kann, wurde von der EVA eine zweite „statische“ Abbildung der Anlage zum Programmieren geschaffen. Der Operator simuliert hier quasi die Bedienung und programmiert auf diese Art sein gewünschtes Rezept.

EVA
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T&G – Taschek & Gruber
Tel. (03352) 383 30
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