Conrad erweitert seinen Bauteil- und Leiterplattenservice und bietet nun in Deutschland einen Leiterplatten-Bestückungsservice an. Der Bauteil- und Leiterplattenservice erfüllt Industriestandards und ist kompatibel zu gängigen Layout-Programmen wie Eagle, Altium, Orcad und Target 3001. Kunden können auch kleine Mengen ohne Zusatzkosten bestellen. Außerdem entstehen keine Zusatzkosten für Film oder Belichtung. Die Anzahl der Bohrungen ist unbeschränkt.

Der Bauteil- und Leiterplattenservice ist direkt über die Webseite von Conrad zugänglich. Außerdem steht Kunden eine kostenlose Vollversion der CAD-Software Target 3001 zur Verfügung, um professionelle Layouts anzufertigen. Anschließend kann der Anwender über eine integrierte Funktion Bauteile sowie PCB-Prototypen oder ganze Serien per Mausklick bestellen, ohne die Systemumgebung zu verlassen. Target 3001 ist so konfiguriert, dass sich alle Informationen und Daten eines Projekts in einer einzigen Datei befinden. Dies vereinfacht den Designprozess und vermeidet Widersprüche zwischen Schaltplan und Layout. Bauteile lassen sich im Schaltplan oder im Layout einzeln ändern – unabhängig von der Datenbank. Eine 3D-Visualisierung der fertigen Platine sowie die Möglichkeit, die Leiterplatte an ein mechanisches CAD-System zu exportieren, sind weitere Vorteile.

Leiterplattenservice

Für die lasergeschnittene SMD-Schablone seines Bauteil- und Leiterplattenservices arbeitet Conrad mit dem Leiterplatten-Spezialisten Beta Layout zusammen. Melanie Lauer, Head of European Marketing für Business Supplies bei Conrad Electronic, erklärt dazu: „Dieser umfassende und vielseitige Service passt perfekt zu unserem Bauteilangebot, das wir für Design-Ingenieure bereithalten. Durch die Zusammenarbeit mit Beta Layout und die Kombination unserer Dienstleistungen mit Target 3001 bringen wir leistungsfähige Tools und Ressourcen für unsere Kunden zusammen.“ Der Leiterplattenservice steht in Deutschland, der Schweiz und Österreich zur Verfügung. Der Leiterplatten-Bestückungsservice ist momentan nur in Deutschland erhältlich.

Seit 1923 vertreibt das Oberpfälzer Familienunternehmen Conrad europaweit Elektronik- und Technik-Produkte; der Hirschauer Distributor agiert derzeit in 17 Ländern. Mit rund 350.000 Artikeln, 13 Millionen Versandkunden und jährlich über 14 Millionen Besuchern in den Filialen ist Conrad Electronic heute einer der führenden Multichannel-Anbieter. Das Sortiment beginnt bei kleinsten Elektronikbauteilen und reicht über Messgeräte und Werkzeuge bis hin zu modernster Unterhaltungselektronik, Computer- und Kommunikationstechnik. Für Business-Kunden ist das Unternehmen neben den Filialen mit einem eigenen Online-Shop (conrad.biz), 24-Stunden-Standard-Lieferung, Businesskatalogen, E-Procurement-Lösungen, eigenem Außendienst sowie umfassenden PCB- und Produkt-Services gut aufgestellt. Zum Angebot gehören auch Kabelkonfektionierung (zusammen mit Koax24) sowie ein DakkS/DKD-akkreditierter Kalibrierdienst (DIN EN ISO/IEC 17025).

Holger Ruban ist President Business Supplies bei Conrad.

Holger Ruban ist President Business Supplies bei Conrad.Conrad Electronic

Neues Lager

Der Distributor investiert gerade in eine neues Lager, um den hohen Anforderungen eines Bauteildistributors gerecht zu werden. Das zeigt sich zum Beispiel in einem modernen ESD-Bereich für 15.000 besonders empfindliche Bauteile. Holger Ruban, President Business Supplies, erklärt auch dass Conrad laufend neue Hersteller in das Programm aufnimmt und dabei meist das komplette Sortiment führt. Beispiele aus den letzten Monaten sind Hersteller wie Hammond, Wago, Weidmüller, Phoenix Contact, Microchip oder Powersem. Man will damit ein One-Stop-Shop sein, in dem auch Geschäftskunden ihren kompletten Bedarf decken können, bis hin zur IT-Ausrüstung und Werkzeug.

Privatkunden haben über conrad.de, die gedruckten B2C-Kataloge und die Filialen Zugriff auf das gesamte Sortiment und die umfassenden Serviceleistungen – die Unterschiede beider Shops liegen in der Präsentation und Sortierung, nicht in der Produktauswahl, betont Holger Ruban. Das B2B-Geschäft sei eine reine Erweiterung und soll indirekt auch den B2C-Kunden nutzt, die damit auf ein immer breiteres Angebot zurückgreifen können.