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Jetzt im winzigen 20-Pin-Package: Der LPC1102.
Die Funktionsblöcke des LPC1102.

Mikrocontroller der LPC-Familie erstmals im LPC-Gehäuse? Klingt komisch, ist aber so: Die niederländische Halbleiterfirma NXP bezeichnet ihre ARM-MCUs traditionell mit den drei Buchstaben LPC, gefolgt von einer vierstelligen Zahl. Nach Firmenangaben hat dieses LPC keine besondere Bedeutung – wird aber gerne als „Low Power Consumption“ oder „Low Product Cost“ umschrieben, und neuerdings auch „Low Pin Count“. Die neuen LPC111x-Bausteine sind laut NXP die ersten 32-Bit ARM-Mikrocontroller weltweit, die in Low-Pin-Count-Gehäusen unter 30 Pins angeboten werden. Sie ebnen damit den Weg zu einem noch größeren Anwendungsspektrum im klassischen 8-Bit-Markt, das typischen 32-Bit-Mikrocontrollern bisher wegen großer Gehäuse-Footprints verschlossen war.

Zu den Applikationen der LPC111x-Serie gehören Human-Interface-Devices (HID), Alarmsysteme, Haushaltsgeräte, einfache Motorregelungen und vieles mehr. Die zu Preisen ab 0,49 US-Dollar lieferbaren Low-Pin-Count-Bausteine kommen auf eine Verarbeitungsleistung von 50 MIPS, während 8/16-Bit Mikrocontroller üblicherweise nur eine Performance von 1 bis 5 MIPS erreichen. Das Preisniveau erreicht NXP nach eigener Aussage durch „außergewöhnlichen Kapazitäten in der Fertigung massenproduktionstauglicher Gehäuse“. Die Chips passen zum ARM-Cortex-Produktportfolio bestehend aus M0, M3 und M4. Der LPC1102 ist der kleinste 32-Bit-Mikrocontroller: NXP bietet ihn in einem 2 x 2 mm großen Chip-Scale-Package (CSP) an.