Das EPC25 ist als günstiges Einsteigermodell ausgelegt. Auf Basis einer Cortex-M4-MCU können Entwickler das Modul standalone programmieren oder ein RTOS verwenden.

Das EPC25 ist als günstiges Einsteigermodell ausgelegt. Auf Basis einer Cortex-M4-MCU können Entwickler das Modul standalone programmieren oder ein RTOS verwenden.Kurz Industrie-Elektronik

Das EPC25 (Embedded Panel Controller) ist als günstiges Einsteigermodell für Standalone-Anwendungen oder RTOS ausgelegt. Auf Basis der 120 MHz schnellen Cortex-M4-Mikrocontrollerfamilie TM4C129x von TI bietet es Standardschnittstellen wie Ethernet, CAN und Micro-SD sowie einen TFT-Controller. Neben dem internen Flash und RAM des SoC können optional auch Flash und SDRAM auf dem Modul bestückt werden. Das Modul steuert Displays bis 7 Zoll flüssig an, damit eignet es sich für netzwerkfähige Steuerungen mit GUI. Zur Programmierung sind umfangreiche Funktionsbibliotheken und Demoanwendungen verfügbar. Eine Besonderheit sind die Tivaware-Funktionen im ROM des SoC: Der Entwickler kann damit alle Funktionen des Chips konfigurieren, ohne direkt mit Registern zu arbeiten. Nebenbei spart dieser Ansatz wertvollen Platz im Flash. Durch die gute Dokumentation des Codes ist ein schneller Einstieg in die Systemsoftware möglich. Eine Bedieneinheit mit einfacher Grafikoberfläche und Anbindung an das IoT ist mit dem EPC25 sehr günstig und auch ohne Betriebssystemkenntnisse realisierbar.

Das EPC-Basisboard führt die Schnittstellen nach außen, beispielsweise beide Ethernet-Ports. Beim Top-Modell lassen sich darüber auch industrielle Ethernet-Derivate abwickeln.

Das EPC-Basisboard führt die Schnittstellen nach außen, beispielsweise beide Ethernet-Ports. Beim Top-Modell lassen sich darüber auch industrielle Ethernet-Derivate abwickeln.Kurz Industrie-Elektronik

Das EPC45 setzt auf den Cortex-A9-Prozessor AM437x von TI. Mit 32-Bit-DDR3-800-SDRAM leistet das System bis zu 40 % mehr als der Vorgänger AM335x und braucht dabei weniger Energie. Das Modul ist pinkompatibel zum EPC35, erweitert die Modulschnittstelle aber um GPIOs, ADCs, Quad-SPI und zwei Kameraeingänge. Neben NAND-Flash ist auch eMMC-Speicher möglich. Mit zahlreichen Schnittstellen wie zweimal GBit-Ethernet, zweimal CAN, fünfmal UART sowie weiteren seriellen Bussen eignet sich das Modul für Industrieanwendungen. Für leistungsfähige grafische Oberflächen bietet es einen Controller für bis zu zwei TFT-Displays, eine SGX530-GPU sowie OpenGL ES und OpenVG. Die Stärke des Systems ist allerdings das Industrial-Communications-Subsystem (PRU-ICSS). Durch diese vier Coprozessoren können Schnittstellenprotokolle in Software implementiert und damit FPGAs oder spezielle ASICs eingespart werden. Neben verschiedenen Feldbusprotokollen können Programme auf den PRU-Cores auch Signalverarbeitung, Messwerterfassung und Regelungsaufgaben erledigen. Die Software hat dabei Zugriff auf die umfangreichen Peripheriemodule des SoC, zum Beispiel die 12-Bit-ADC, High-Resolution PWM oder die Auswertung von Quadraturencodern in Hardware realisieren.

Der Beginn der Serie: Auf dem EPC35 sitzt ein Cortex-A8-Prozessor. Alle CPU-Karten der Serie langfristig verfügbar.

Der Beginn der Serie: Auf dem EPC35 sitzt ein Cortex-A8-Prozessor. Alle CPU-Karten der Serie langfristig verfügbar.Kurz Industrie-Elektronik

Neben dem Ziel, einen großen Bereich von Anwendungen abzudecken, will Kurz Elektronik mit den Modulen auch die Entwicklungsarbeit vereinheitlichen und vereinfachen. Für EPC35 und EPC45 sind Linux-Board-Support-Packages verfügbar, die Softwareentwicklung selbst kann unter Linux oder Windows stattfinden. Für alle EPC-Module lässt sich die gleiche  Entwicklungsumgebung nutzen. Alle Module sind langfristig verfügbar und für den Einsatz in medizinischen und industriellen Applikationen ausgelegt. Zu sehen sind die CPU-Module auf der Embedded World 2015 in Halle 1 am Stand 440.