Unter der Baureihe CT1000 bringt die Schaltbau GmbH ein völlig neues Bahnschütz auf den Markt. Besonderes Augenmerk wurde auf das Beherrschen des Lichtbogens gelegt. Erstmals werden hier die Vorteile der elektromagnetischen und permanentmagnetischen Blasung zur Lichtbogenführung in einem System kombiniert.

Im Gegensatz zu rein elektromagnetischen Blasungskonzepten werden die Lichtbögen zwischen den sich öffnenden Kontaktstücken bereits in starken Magnetfeldern (permanentmagnetisch) gezündet. Dies ergibt eine extrem kurze Verweildauer des Lichtbogens in den Kontaktzonen und minimiert Abbrand der Kontakte. Außerdem unterstützen die starken Magnetfelder die Lichtbogenlöschung im kritischen Strombereich.

Die permanentmagnetisch getriebenen Lichtbögen wirken wie Schalter und aktivieren die elektromagnetischen Blasspulen. Dies erfolgt verschleißfrei und verzichtet auf störungsanfällige Zusatzteile. Die kombinierte Wirkung von zwei Blasspulen treibt die Lichtbögen schließlich unabhängig von der Stromrichtung in den keramischen Löschbereich, wo sie durch weitere Dehnung und Kühlung effektiv gelöscht werden. Spezielle Führungsstrukturen reduzieren den Plasma-Ausstoß auf ein Minimum. Das Konzept erlaubt eine einfache Konstruktion mit vergleichsweise wenigen und unempfindlichen Bauteilen.

Die doppelunterbrechende Kontaktbrücke macht flexible Litzen zur Stromübertragung überflüssig. Die Hilfskontaktlösung bietet zwei leistungsstarke Schaltelemente an, hat außerdem zwei Diagnosekontakte, die die Schützzustände „offen“ und „geschlossen“ eindeutig anzeigen. Die Materialien, die in der Baureihe verwendet werden, sind RoHS-konform und entsprechen den internationalen Brandschutzanforderungen. Diese einpoligen Schließerschütze lassen sich auch zu zwei- oder dreipoligen Ausführungen zusammenschalten.

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