Umar Mughal, der für die Low-Cost-Produkte verantwortliche Produktmarketing-Manager bei Altera

Umar Mughal, der für die Low-Cost-Produkte verantwortliche Produktmarketing-Manager bei Altera

Altera erweitert sein Portfolio an Low-Cost-FPGAs um Cyclone IV. „Während Cyclone IV GX die preisgünstigsten Low-Power-FPGAs mit integrierten Transceivern sind, baut Altera mit Cyclone IV E seine Führungsposition bei Low-Cost-FPGAs weiter aus, die bei niedriger Verlustleistungsaufname eine hohe Funktionalität aufweisen“, betont Umar Mughal, der für die Low-Cost-Produkte verantwortliche Produktmarketing-Manager bei Altera im Gespräch mit elektronik industrie.

Nachdem Altera mittlerweile über 120 Millionen Cyclone-Chips der Familien I, II und III verkauft hat, geht das Unternehmen bei Cyclone IV neue Wege: „Wir bewegen uns jetzt weg von dem Motto ‚nur das preisgünstigste FPGA’ hin zu der Devise ‚die preisgünstigste Systemlösung“, erläutert Umar Mughal. So sind beispielsweise bei Cyclone IV nur zwei Versorgungsspannungen notwendig: 1,2 V und 2,5 V bei der Transceiver-Variante Cyclone GX sowie 1,0 V und 2,5 V bei Cyclone E.

Vor allem integrierte Transceiver erforderten bisher nach Angaben von Mughal bis zu neun unterschiedliche Versorgungsspannungen. Die als Hard-IP implementierten PCIe-Transceiver sind in den Konfigurationen x1, x2 und x4 bei Cyclone vorhanden. Umar Mughal: „PCIe x4 bietet sonst kein FPGA außer Cyclone IV.“ Diese Transceiver unterstützen neben PCIe (Generation 1.1) und Gigabit-Ethernet auch CPRI, SRIO, XAUI; Triple-Rate SDI, V-by-one, DisplayPort und SATA. Altera hat Cyclone IV inklusive Transceiver von Anfang an für einen 60-nm-Prozess entwickelt. „Dadurch konnten wir die branchenweit niedrigste Verlustleistung erzielen. Eine PCIe-to-GbE-Bridge lässt sich so mit einer Leistungsaufnahme von unter 1,5 W implementieren. Generell betrachtet ist die Verlustleistungsaufnahme bei Cyclone IV um 25% geringer als bei Cyclone III.“ In den Cyclone-IV-ICs befinden sich nicht nur maximal 8 integrierte 3,125-Gbit/s-Transceiver sondern auch bis zu 150.000 Logikelemente sowie bis zu 6,5 Mbit RAM und maximal 360 Multiplizierer für DSP-intensive Anwendungen.

Die Bemusterungsphase will Altera ganz überspringen. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir bereits das erste Silizium in Produktionsstückzahlen anbieten werden“, so Umar Mughal. Bereits ab Ende diesen Jahres wird die Quartus-II-Software in der Version 9.1 zur Verfügung stehen, die dann Cyclone IV unterstützt. „Vor allem im Bereich Industrial Ethernet wird Cyclone IV den Markt massiv verändern, denn hier werden bald viel mehr FPGAs zum Einsatz kommen, nämlich Cyclone IV“, erwiderte er als elektronik industrie nach Anwendungen in der industriellen Kommunikation fragte. „Schließlich ist hier ja auch das Thema Bauteil-Abkündigung ein wesentlicher Design-Aspekt.

Wenn man überlegt, dass wir die erste Cyclone-Generation seit dem Jahr 2001 ausliefern und keinerlei Pläne hegen, die Produktion auslaufen zu lassen, dann erkennt man, dass Cyclone-IV-Kunden beim Thema Obsolescence ganz entspannt sein können.“ (av) 399ei1109