Gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich legte Dieter Zetsche, Vorstandsvorsitzender der Daimler AG, den Grundstein für die neue Batteriefabrik in Kamenz. Dazu verankerten die Ehrengäste das Gehäuse einer Batterie als Grundstein. Bei der hundertprozentigen Tochter Accumotive entsteht damit bereits die zweite Fabrik für Lithium-Ionen-Batterien. Daimler lässt sich das neue Produktionswerk rund 500 Millionen Euro kosten und plant insgesamt eine Milliarde Euro in den weltweiten Batterie-Produktionsverbund zu investieren.

Grundsteinlegung bei Accumotive in Kamenz für die neue Batteriefabrik (v. l.): Markus Schäfer (Mitglied des Bereichsvorstands Mercedes-Benz Cars, Produktion und Supply Chain), Dieter Zetsche (Vorstandsvorsitzender Daimler), Bundeskanzlerin Angela Merkel, Stanislaw Tillich (Ministerpräsident Sachsen), Frank Deiß (Leiter Produktion Powertrain und Standortverantwortlicher Mercedes-Benz Werk Untertürkheim), Frank Blome (Geschäftsführer Accumotive).

Grundsteinlegung bei Accumotive in Kamenz für die neue Batteriefabrik (v. l.): Markus Schäfer (Mitglied des Bereichsvorstands Mercedes-Benz Cars, Produktion und Supply Chain), Dieter Zetsche (Vorstandsvorsitzender Daimler), Bundeskanzlerin Angela Merkel, Stanislaw Tillich (Ministerpräsident Sachsen), Frank Deiß (Leiter Produktion Powertrain und Standortverantwortlicher Mercedes-Benz Werk Untertürkheim), Frank Blome (Geschäftsführer Accumotive). Daimler AG

Mitte 2018 sollen dann die ersten Batterien im neuen Produktionswerk in Kamenz von Band laufen. Das rund 20 Hektar große Grundstück liegt in unmittelbarer Nähe der bereits bestehenden Batteriefabrik. Durch die Erweiterung vervierfacht sich die Produktions- und Logistikfläche in Kamenz auf insgesamt rund 80.000 m2 Außerdem will Accumotive die die Anzahl der Mitarbeiter am sächsischen Standort bis Ende 2020 auf über 1000 erhöhen, womit sich die Beschäftigtenzahl gegenüber dem heutigen Stand verdoppeln würde.

Daimler treibt mit dem neuen Batteriewerk seine Elektro-Offensive Concept EQ voran. Bis 2022 will der Stuttgarter Autobauer zehn neue Elektroautos in Serie produzieren. Insgesamt sollen dafür zehn Milliarden Euro in den Ausbau der Elektroflotte fließen. Weltweit will Daimler dann bis zum Ende der Dekade die ersten Concept-EQ-Modelle fertigen.

Aber die Batteriefertigung in Kamenz soll nicht nur Batterien für elektrische Personenfahrzeuge produzieren sondern auch für die Nutzfahrzeug-Sparte von Mercedes-Benz. Sowohl Vito als auch Sprinter sollen in den kommenden Jahren als Elektrotransporter in Serienfertigung gehen. Zudem sollen die Accumotive-Batterien auch in den 48-Volt-Systemen in den neuen Modellen wie der S-Klasse zum Einsatz kommen.