Fünf Länder auf fünf Kontinenten in fünf Monaten – so lautet das Motto der Testfahrt, die Daimler mit einem Erprobungsfahrzeug absolvierte. Hintergrund für diese etwas andere Testfahrt war das Projekt „Intelligent World Drive“, bei dem es um das Deep Learning im weltweiten realen Straßenverkehr geht. Je nach Land unterscheiden sich Infrastruktur, Verkehrszeichen und das Fahrverhalten, aber für autonom fahrende Fahrzeuge darf dies keine Rolle spielen, denn sie müssen überall fehlerfrei agieren. Auf der Rundfahrt sollte das Fahrzeug mittels Deep Learning deshalb die unterschiedlichen Gegebenheiten erlernen.

Im Rahmen der IAA 2017 fiel der Startschuss für das Projekt Intelligent World Drive.

Im Rahmen der IAA 2017 fiel der Startschuss für das Projekt Intelligent World Drive.

Der Startschuss für die Testfahrt war 2017 auf der IAA in Frankfurt am Main. In Deutschland lag das Hauptaugenmerk vor allem auf dem spezifischen Fahrverhalten auf Autobahnen und in Stausituationen. Es folgten Stationen in Shanghai, Kapstadt, Sydney und Melbourne sowie in Los Angeles und Las Vegas.

In der chinesischen Millionenmetropole Shanghai konzentrierte sich der Test auf das Fahrverhalten im dichten Stadtverkehr. In Australien testeten die Entwickler unter anderem das digitale Kartenmaterial von Here und mussten so manche Herausforderung meistern. In Südafrikas Hauptstadt Kapstadt überprüften die Entwickler wiederum das Kartenmaterial auf seine Alltagstauglichkeit, mussten aber auch das etwas andere Verkehrsgebahren der Region mit ins Kalkül ziehen. Im Großraum Los Angeles und Las Vegas lag der Fokus auf dem Fahrverhalten im dichten Stadtverkehr sowie in Stausituationen, und außerdem galt es, US-amerikanische Besonderheiten in den Griff zu bekommen.

Was sich hinter den Zebrastreifen auf Chinas Autobahnen und dem „Hook Turn“-Schild im australischen Melbourne verbirgt, lesen SIe auf der nächsten Seite.

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