Klaus Mochalski, CEO von Rhebo:„ Wenn ich meine Systeme nicht kenne, kann ich keine Sicherheit bieten."

Klaus Mochalski, CEO von Rhebo:„ Wenn ich meine Systeme nicht kenne, kann ich keine Sicherheit bieten.“ Redaktion

Beide Produkte machen Steuernetze transparent und ermöglichen die Echtzeiterkennung von Anomalien, die potenziell zu Störungen oder Produktionsausfällen führen können. Wie das im Detail funktioniert stellte das Unternehmen im Rahmen der SPS-Pressekonferenz anhand einer Pilotstudie vor, die Rhebo Anfang 2017 bei einem deutschen Automobilhersteller durchgeführt hat. Dazu installierte der Sicherheitsanbieter den Industrial Protector in einer Fertigungszelle mit 60 vernetzten Komponenten. Mittels RISSA wurden in einer initialen Netzwerkanalyse existierende Fehlkonfigurationen sowie Gefährdungen erkannt und behoben. Im laufenden Betrieb identifizierten die Programme in Echtzeit weitere Cybersicherheitsvorfälle und Netzwerkprobleme, etwa fehlerhafte Switch-Ports. Der Automobilhersteller erlangte so eine höhrere Transparenz in seinem Fertigungsbereich und steigerte die Anlagenverfügbarkeit.

Anhand einer erhöhten SMB-Aktivität (blau) wurde beispieslweise ein Angriff durch die Ransomware Wannacry aufgedeckt.

Anhand einer erhöhten SMB-Aktivität (blau) wurde beispieslweise ein Angriff durch die Ransomware Wannacry aufgedeckt. Rhebo

„Effizienz in automatisierten Fertigungen ist nicht nur eine Frage der schnelleren Prozesstaktung oder Einführung neuer Robotik“, erklärte Klaus Mochalski, CEO von Rhebo. Zudem stünden vernetzte Produktionen auch Herausforderungen in Bezug auf das Steuernetzmanagement gegenüber. Die wachsende Komplexität und erhöhte Offenheit der Steuernetze mache Fertigungsanlagen anfälliger für Störungen und Ausfälle.

Zuletzt wurde das Unternehmen als einziger deutscher Anbieter einer selbstlernenden industriellen Anomalieerkennung in den Top 30 der Gartner-Liste ‚Marktführer für betriebstechnische Sicherheit 2017‘ aufgeführt.