Das Über-Net zum Internet

Das “World Wide Grid” ist der Schlüssel zum wissenschaftlichen Rechnen von morgen. Auslöser sind Großexperimente der Physik, bei denen gigantische Datenmengen anfallen. Aber die neue Technologie ist auch für andere Wissenschaftsdisziplinen mit steigendem Rechnerbedarf notwendig. Die Philosophie ist vom World Wide Web übernommen und weiterentwickelt: Daten werden nicht mehr auf einem einzigen zentralen Großrechner gespeichert und verarbeitet, sondern dezentral in mehreren weltweit verteilten leistungsstarken Rechenzentren, die jeweils aus Tausenden von einzelnen Computern bestehen. Damit entsteht ein Superrechner, der über die ganze Welt verteilt ist. Die Datenleitungen sollen auf Kapazitäten von 6 Gigabit/Sekunde ausgelegt sein, so viel wie 100.000 ISDN-Leitungen. Weltweit sollen sieben große Rechenzentren den Informationsfluss kontrollieren.

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