Bildergalerie
Rund 50 % des Energiegehalts des Biogases wandelt die Brennstoffzelle in Strom und etwa 40 % in rund 400 °C heiße Abwärme.
Um die Herstellungskosten zu senken setzt das Unternehmen auf ein integriertes Energie-management.
Bei der Produktion von 1,5 Millionen Hektolitern Weißbier pro Jahr fällt eine Menge Biogas an, das die Brauerei nun als Energie- quelle nutzt.

Bei der Reinigung von Produktionsabwasser in einer betriebseigenen Vorkläranlage von Erdinger Weißbräu entsteht Biogas. Dieses wird nun aufgefangen und direkt abgeführt. Die Brennstoffzellenanlage des Typs Hotmodule HM 300 setzt das Biogas in einem elektrochemischen Prozess in Strom und Wärme um. Rund 50 % des Energiegehalts des Biogases wandelt die Brennstoffzelle in Strom und etwa 40 % in rund 400 °C heiße Abwärme. Mit einem Wirkungsgrad von 90 % übertrifft die Brennstoffzelle alle vergleichbaren Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Außerdem lässt sich ein bisher nicht verwendbarer Reststoff einer energetischen Nutzung zuführen.

Energiedaten zentral sammeln

Für das integrierte Energiemanagement lieferte das Unternehmen Deltalogic Automatisierungstechnik aus Schwäbisch Gmünd die Datenlogger-Software Accon-S7-Easylog. Der Datenlogger liest Daten aus der SPS aus, zeigt diese an oder speichert sie ab. Auch eine Historien-Anzeige ist möglich. An der Brennstoffzelle kommt die Software zur Anzeige und Speicherung der aktuellen Leistungsdaten in einem Display zum Einsatz. Im gesamten Betrieb wird die Software eingesetzt, um in festgelegten Intervallen Zählerstellen für Strom, Wasser, Temperaturen, Durchflussmengen oder Füllstände abzufragen und die Daten zu sammeln.

Vor dem Einsatz der Software mussten Arbeiter die im gesamten Firmengelände verteilten Zählerstellen zeitaufwendig kontrollieren und die Daten manuell zusammenführen. Heute liest der Datenlogger die Betriebsdaten automatisch aus und speichert sie ab oder zeigt Abweichungen von der Norm direkt an. Anlagenstillstände kann der Datenlogger ebenso leicht überwachen wie das Überschreiten von Soll-Werten.

Einfach an die SPS anbinden

Der Datenlogger ist anwenderfreundlich konzipiert, sodass der Systembetreuer die Software ohne spezielle Programmierkenntnisse schnell in Betrieb nehmen kann. Das erleichtert den Einsatz im Alltag. Die Software setzt auf die bestehende Programmierung auf und verändert diese nicht. Das Auslesen der Daten aus der SPS kann entweder zeit- oder prozessgesteuert geschehen. Die Datei- und Pfadnamen können Aktualwerte aus der SPS enthalten. Der Datenlogger unterstützt MPI, Profibus, PPI und TCP/IP für den SPS-Zugriff. Auch die Quittierung an der SPS nach der Protokollierung ist möglich.
Die Daten werden als CSV-Datei gespeichert und lassen sich mit PC-Programmen wie Microsoft Excel anzeigen und weiterverarbeiten. Alle gängigen Kommunikationswege zur S7-200, S7-1200, S7-300 und S7-400 unterstützt sie. Sonderanpassungen der Software für Spezialanwendungen sind kostengünstig erhältlich.