In Kombination mit Basisband/Modem-Komponenten benötigt die entsprechende Systemlösung weniger Leiterplattenfläche und bietet eine verbesserte Zuverlässigkeit und geringere Kosten für drahtlose Backhaul-Links, wie sie in mobilen Basisstationen für LTE/4G-Netzwerke erforderlich sind.

Der Leitkunde Sub10 Systems qualifiziert gerade die E-Band-Transceiver BGT70 und BGT80 für ein FDD (Frequency Division Duplex)-System. Das Zielsystem wird Datenraten von mehr als 1 Gbit/s über Link-Entfernungen von bis zu 2,5 km unterstützen.

Die BGTx0-Familie vereinfacht das System-Design und die Fertigungslogistik, indem mehr als zehn diskrete Bauelemente durch einen einzigen Baustein ersetzt werden können. Dank der geringen Leistungsaufnahme der hoch integrierten Single-Chip-Transceiver können auch die Betriebskosten für schnelle Millimeterwellen-Infrastrukturen reduziert werden.

Jeder Mobilfunkstandard nutzt bestimmte Frequenzbänder für die Datenübertragung. Derzeitige Standards arbeiten mit Frequenzen unter 43 GHz, also im Mikrowellenbereich. Da künftige Standards wie LTE/4G, noch mehr Kapazität beziehungsweise höhere Datenraten erfordern, haben die zuständigen Behörden dafür die V- und E-Bänder frei gegeben, die mit Millimeterwellen arbeiten. Netzwerkbetreiber werden daher in den nächsten Jahren in Small-Cell-Infrastrukturen investieren, um den Mobiltelefon-Anwendern schnelles Internet und die volle Netzabdeckung bieten zu können.