Dunkermotoren hat im Rahmen einer Pressekonferenz seine neuen, frei programmierbaren DC-Antriebe mit integrierter Master-Funktionalität vorgestellt. Die Motoren lassen sich stand alone oder auch in Stand-alone-Netzwerken (interaktiven Betrieb mehrerer Antriebe ohne übergeordnete SPS) betreiben. In die Antriebe sind 16 bit-Prozessoren integriert, die werks-oder anwenderseitig programmiert werden können. Die integrierten 4Q-Elektroniken ermöglichen zahlreiche Betriebsmodi, z. B. Speed-, Positioning- oder Torque-Mode. Somit können auch komplexe Fahrprofile abgebildet werden. Bei Bedarf integriert Dunkermotoren auch einen Encoder in die Antriebe. Die Kommunikation zwischen mehreren Antrieben kann über die Bus-Schnittstelle oder digitale I/Os erfolgen. Was die in Antriebe integrierte Master-Funktionalität für Möglichkeiten eröffnet, verdeutlicht am Stand von Dunkermotoren ein Demomodell mit einer Ballwurfmaschine recht eindrucksvoll.


Dort wartet außerdem noch ein weiteres brandneues Produkt, bei dem ebenfalls Elektronik in den Motor integriert wurde: Auf der Messe präsentiert das Unternehmen die Motoren GR53 und GR63 in der Variante SI. Bei den Motoren ist eine digitale Regelungselektronik für 4-Quadranten-Betrieb angebaut. Die Elektronikfunktionalität wird bei Dunkermotoren als Firmware im Motor abgelegt. Dies erlaubt exakte Drehzahlregelungen bei minimalem Verdrahtungsaufwand. Standardmäßig erfolgt die Drehzahlsollwertvorgabe über einen Analogspannungseingang von 0 bis +10 V. Zwei digitale Eingangssignale bestimmen die Drehrichtung links oder rechts, die Reglersperre und den Motorstillstand mit Haltemoment. An einem digitalen Ausgang stehen Informationen über Störungen von Motor oder Elektronik zur Verfügung. Zusätzlich gibt es einen Impuls-Ausgang mit 16 Impulsen pro Motorumdrehung.


SPS/IPC/DRIVES 2005: Halle 1, Stand 438


 


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