Debiotech und STMicroelectronics haben die ersten Evaulierungs-Prototypen einer speziellen miniaturisierten Pumpe zur Verabreichung von Insulin vorgestellt. Das winzige System lässt sich auf einem Einmal-Pflaster befestigen und kann für die ständige Insulin-Infusion sorgen, was erhebliche Verbesserungen für die Verfügbarkeit, Behandlungseffizienz und die Lebensqualität von Diabetespatienten mit sich bringt.

Die auf Mikrofluidik-MEMS-Technologie basierende Nanopumpe hat die ersten Testphasen bereits erfolgreich hinter sich gebracht und ist nun bereit für die Aufnahme der Massenproduktion. Sie ist gegenüber bisherigen Insulinpumpen um den Faktor vier verkleinert worden und lässt sich als nahezu unsichtbares Pflaster auf der Haut tragen.

Die Mikrofluidik-Technologie ermöglicht außerdem eine bessere Steuerung der zugeführten Insulinmengen und macht es dadurch möglich, die natürliche Sekretion der Bauchspeicheldrüse besser nachzuahmen. Der Sicherheit des Patienten kommt ferner die Tatsache zugute, dass potenzielle Funktionsfehler der Pumpe erkannt werden.

Die MEMS-basierte Nanopumpe ist als Einmal-Produkt konzipiert, und ihre Großserienproduktion erfolgt mit Verfahren aus der Halbleiterfertigung. Sie ist deshalb bedeutend erschwinglicher und erspart dem Patienten ebenso wie dem Gesundheitssystem die hohen Vorab-Investitionen, die typisch für aktuelle Insulinpumpen-Lösungen sind.

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