Ab dem 1. November übernimmt Dekra den Lausitzring, dann soll die Renn- und Teststrecke in den internationalen Dekra-Testverbund integriert werden. Zusätzlich will die Prüfgesellschaft in den nahegelegenen Standort Klettwitz investieren. Aus dem Lausitzring und dem Dekra Technology Center Klettwitz soll dann ein Innovations- und Prüfzentrum für das automatisierte Fahren entstehen. 30 Millionen Euro soll die Erweiterung insgesamt kosten.

Zusammen mit dem Dekra Technology Center (Vordergrund) soll am Lausitzring ein Innovationszentrum zur Prüfung zukünftiger Mobilitätslösungen entstehen.

Zusammen mit dem Dekra Technology Center (Vordergrund) soll am Lausitzring ein Innovationszentrum zur Prüfung zukünftiger Mobilitätslösungen entstehen. Dekra

In Klettwitz entstehen dafür Testanlagen für die gängigen Aspekte des automatisierten Fahrens. „Zur messtechnischen Ausstattung werden hochmoderne Systeme wie Fahrroboter, selbstfahrende Plattformen, diverse Soft-Targets sowie mobile Verkehrsinfrastruktureinrichtungen gehören, mit denen wir kamera-, laser- und radarbasierte Umfelderkennungssysteme prüfen können“, erklärt Clemens Klinke, Vorstandsmitglied bei Dekra. Mittelfristig soll zusätzlich noch das Thema Konnektivität hinzukommen. Die Infrastruktur des Innovationszentrums und der dazugehörigen Teststrecken soll alle nötigen Komponenten zur Einbeziehung von Vehicle-to-Vehicle- und Vehicle-to-Infrastructure-Kommunikation beinhalten.

Der geplante Ausbau von Strecken und Infrastruktur soll weitestgehend 2018 abgeschlossen sein, ein genaues Datum ist jedoch noch nicht bekannt. Nach den Ausbaumaßnahmen stehen am Standort Klettwitz mit Lausitzring dann zwei Citykurse, ein Überlandkurs sowie eine Autobahnstrecke zur Verfügung. Hinzu kommen noch mehrere große Asphaltflächen, die sich für derartige Fahrtests eignen. Um dem Ausbau auch personell gerecht zu werden, sollen zu den 48 Mitarbeitern des Lausitzrings weitere 70 Mitarbeiter hinzukommen.