Zusammen mit Radar- und Kamera-Applikationen gilt die Lidar-Technologie als Schlüsselkomponente für die Kommerzialisierung des Autonomen Fahrens für den Massenmarkt. Das 2016 von Absolventen der Elite-Universität der israelischen Streitkräfte gegründete Unternehmen Innoviz nutzt für seine Lidar-Sensorik ein Solid-State-Design. Dabei sollen möglichst hohe Reichweiten beim Scannen und eine besonders ausgeprägte Genauigkeit in der Objekterkennung erzielt werden. Hohe Reichweiten in der Lidar-Sensorik sind ausschlaggebend, um höhere Geschwindigkeiten beim Autonomen Fahren abLevel 3 zu ermöglichen. Hinter der israelischen Firma stehen kapitalstarke Investorengruppen wie Vertex und Magma (ja: nicht der Tier-1 Magna).

Innoviz

Omar David Keilaf, CEO von Innoviz, kooperiert sowohl mit Delphi als auch mit Magna. Innoviz

In Sachen Autonomes Fahren gab das Unternehmen im Dezember 2016 eine Kooperation mit dem Automobilzulieferer Magna bekannt. Auch hier sollte die Sensorik in ADAS-Systeme integriert werden. Die Zusammenarbeit von Innoviz mit dem direkten Magna-Konkurrenten Delphi hat auf das Weiterbestehen der Kooperation keine Auswirkungen, wie Magna auf Anfrage von all-electronics.de bestätigte.

„Zusammen mit Radar und Bilderkennungstechnologie ist Lidar eine zentrale Komponente von Delphis System für das Automatisierte Fahren“, erkläutert Glen De Vos, Senior Vice President und CTO von Delphi, die Hintergründe der Kooperation. „Innoviz entwickelt ein Produkt, das eine leistungsfähige intelligente Sensoriklösung ermöglicht; die widerum hilft, die Technologie hinter dem Automatisierten Fahren voranzubringen.“ Delphi teile die gemeinsame Vision,  smarter und sicherer zu machen, sagte Innoviz-CEO und -Mitgründer Omar Keilaf.

Neben der gemeinsamen Entwicklungskooperation übernimmt Delphi auch eine Minderheitenbeteiligung an dem israelischen Unternehmen. Magna hat sich trotz Anfrage der Redaktion bisher noch nicht substantiell zu der Kooperation von Delphi und Innoviz geäußert.