Der CANobserver der Gemac erkennt durch eine stationäre „Physical-Layer- Diagnose“ Fehler rechtzeitig im Bussystem bevor sie zu Problemen führen. Dabei überprüft er in Sekundenschnelle die Kommunikation der Busteilnehmer in einer Automatisierungsanlage. Dafür werden die Signalverhältnisse jedes CAN-Bus Teilnehmers einer physikalischen und logischen Bewertung unterzogen und Abweichungen von einem vordefinierten Schwellwert aufgezeichnet. Je schwächer die Signalqualität eines Telegramms ist, umso höher ist dessen Fehlerpotenzial.

Wird die Störung behoben steigt die Signalqualität, der Bus arbeitet zuverlässig, ist resistenter gegen EMV-Einflüsse und ein Anlagenstillstand wurde verhindert. Als Bewertungsgrundlage dafür dient ein allgemein anerkannter Qualitätswert, der zwischen Null und 100 Prozent liegt. Dieser wird berechnet aus dem Störspannungsabstand, der Flankensteilheit sowie den Reflexionen. Der aktuelle und der bisherige Anlagenzustand sowie die Busauslastung lassen sich zentral über ein Webinterface oder automatisch per SNMP-Abfrage durch die Leitstellensoftware visualisieren.

Es muss somit weder ein Rechner angeschlossen noch muss der Anlagenbetreiber vor Ort sein. Die langfristige Zustandsüberwachung wird durch die große Speicherkapazität unterstützt: Der CANobserver zeichnet automatisch bis zu vier Jahre kontinuierlich alle Daten auf, er wird vom 25. bis 27. November 2008 auf der SPS/IPC/Drives, Halle 6, Stand 444 zusehen sein. 441ei1108