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Auf der SPS/IPC/Drives trifft sich wieder wer in der Automatisierung Rang und Namen hat, um seine neuesten Entwicklungen vorzustellen.
Die Messeveranstalter erwarten ähnlich wie im letzten Jahr über 50 000 Besucher. Der Besuch am ersten Messetag ist angeraten, denn der ist meist am ruhigsten.

Die SPS/IPC/Drives präsentiert sich 2011 größer und internationaler als je zuvor. Erstmals werden zwölf Messehallen und mehr als 100.000 m2 Ausstellungsfläche belegt sein. Nahezu 1.400 Aussteller aus dem In- und Ausland werden erwartet. Alle Keyplayer der Branche sind wieder vertreten. Aussteller aus fast 40 Ländern nehmen an der Messe teil. Das entspricht einer Steigerung von 20 %. Mit derzeit 76 Unternehmen ist Italien auch in diesem Jahr die stärkste ausstellende Nation aus dem Ausland, gefolgt von der Schweiz (36), China (35) und Österreich (27). Nach dem Besucherrekord in 2010 rechnet der Veranstalter Mesago Messemanagement mit über 50. 000 Fachbesuchern. Rund 20 % der Besucher werden aus dem Ausland erwartet; der Anteil der internationalen Fachbesucher wächst kontinuierlich.

Die neu hinzugenommene Halle 3 mit 10.000 m2 Ausstellungsfläche präsentiert die Antriebs- und Steuerungstechnik. Halle 8 bekommt neben der Steuerungstechnik den neuen Themenschwerpunkt Bedienen und Beobachten. Die Gemeinschaftsstände ‚Wireless in automation‘, ‚AMA Zentrum für Sensorik, Mess- und Prüftechnik‘ sowie ‚Open source meets industry‘ liefern den Besuchern einen gezielten Überblick zum jeweiligen Thema. Auf den beiden Messeforen der Verbände VDMA und ZVEI finden Vorträge und Podiumsdiskussionen zu Themen statt, die die Branche aktuell bewegen. Das genaue Programm der Foren finden Sie in der beiliegendes Messezeitung IEE Messenews. Die vom Ausstellerbeirat benannten Trendthemen für dieses Jahr sind. ‚Energieeffizienz‘, ‚Safety und Security‘ sowie ‚Industrial Identification‘. In den Messehallen, auf den Foren und im Kongress stehen diese Themen im Mittelpunkt.

Kongress erstmals mit Anwendersessions

Neu im diesjährigen Kongressprogramm sind vier spezielle Anwendersessions. Anwender stellen darin vor, wie sie spezifische Applikationen umgesetzt haben. Das verspricht interessante Erfahrungsberichte direkt vom anwendenden Unternehmen. Die ersten beiden Anwendersessions finden am Dienstag, den 22. November 2011, von 9:30 bis 13 Uhr statt. Die Themen sind ‚Sichere und verteilte Systeme‘ und ‚Maschinenautomatisierung‘. Es berichten beispielsweise Jörgen Hößler von der Grünbeck Wasseraufbereitung über ‚Effizienz in der Trinkwasseraufbereitung mit dezentralen Systemen‘ und Dr. Michael Füner von Heidelberger Druckmaschinen über ‚Berührungslose Energie- und Datenübertragung in Bogenoffset-Druckmaschinen‘. Die Anwendersessions Nummer Zwei und Drei finden am Mittwoch, den 23. November 2011, von 9:30 bis 13:30 Uhr statt. Die beiden Themen sind ‚Ethernet im praktischen Einsatz‘ und ‚Energieeffiziente Produktion‘. Unter anderem präsentiert Sabrina Hein vom Institut AIT einen ‚Erfahrungsbericht über die technische Abname bei VW Mexico – Profinet im Einsatz. Zum Thema Energieeffizienz trägt beispielsweise Dr. Jürgen Welter von KL Technik zu ‚Steigerung der Energieeffizienz in KMU‚ vor.

Das Gesamtprogramm des SPS/IPC/Drives Kongresses 2011 umfasst 69 Vorträge zu Themen der elektrischen Automatisierung, eine Trendsession sowie drei Tutorials. In der diesjährigen Trendsession diskutieren Vertreter der Firmen Siemens, Beckhoff, Bosch Rexroth, Kuka, Homag und 3S über das Thema ‚Sicherheit der PC-basierten Steuerung‘. Dazu zählt die Frage nach der Zukunftssicherheit von PC-Komponenten, die in kurzer Zeit entwickelt werden, bei einer Lebenszeit von Maschinen mit bis zu 20 Jahren und mehr. Ebenfalls beleuchtet wird die Eignung von kostengünstigsten Standardkomponenten für den Einsatz bei Anwendungen mit funktionaler Sicherheit (Safety), sowie die Sicherheit gegen ungewollte Zugriffe (Security). Die Trendsession findet am Dienstag, den 22. November 2011, von 14 bis 16 Uhr statt.

Dem Maschinenbau geht es gut

Vor der SPS wirft der VDMA einen Blick auf die deutsche Maschinenbaubranche und ihre Zukunftsaussichten. „Wir erwarten ein Produktionswachstum von 4 % für 2012. Nominal könnten wir mit rund 197 Milliarden Euro das Top aus dem Jahr 2008 von 196 Milliarden Euro sogar leicht übertreffen“, blickt VDMA-Präsident Dr. Thomas Lindner auf der Pressekonferenz des Verbandes am Rande des 5. Maschinenbaugipfels in Berlin optimistisch in die Zukunft. Doch trotz guter Aussichten sind die deutschen Maschinenbauer besorgt, dass der eigene Erfolgskurs durch die Schulden- und Finanzkrise beeinträchtigt wird. „Die Realwirtschaft war schon das letzte Mal Opfer der Verschuldungs- und Finanzkrise. Wir möchten das nicht noch ein zweites Mal erleben“, erklärt der VDMA-Präsident.

Beim Rückblick auf das Jahr 2010 können die Maschinenbauer aber mehr als zufrieden sein. Die deutschen Maschinenausfuhren lagen im Zeitraum Januar bis Juli 2011 bei 81 Milliarden Euro (2010 bei 69,5 Milliarden Euro), und damit nominal um 16,5 % über dem Vorjahreswert. „Die Region mit dem stärksten Wachstum ist mit 30 % Ostasien“, berichtete Lindner. Allein die Exporte nach China stiegen um 37 % auf fast 11 Milliarden Euro. „Wir erwarten für 2011 ein Gesamtvolumen der deutschen Maschinenausfuhr nach China von  etwa 20 Milliarden Euro“, sagte Lindner. Fast jede fünfte Maschine (18,8 %) geht mittlerweile nach Ostasien, das ist mehr als doppelt so viel wie nach Nordamerika (9 %). „Auch im weltweiten Entwicklungstrend liegt der deutsche Maschinenbau gut“, betonte der VDMA Präsident. Die deutschen Maschinenexporteure hatten 2010 ihre Ausfuhren um 12,5 % auf 124,8 Milliarden Euro gesteigert und damit einen Weltmarktanteil von 16,8 % erreicht. (2009: 18,6 %) Gefolgt von Japan mit 12,1 % (89,8 Milliarden Euro), den USA mit 12 % (88,7 Milliarden Euro). China zog mit 9,7 % (72,1 Milliarden Euro) an Italien vorbei auf Platz 4 im internationalen Ranking.

Die guten Zahlen des deutschen Maschinenbaus werden sich sicherlich auch in der Stimmung der Ausstellerfirmen auf der SPS widerspiegeln. Wie oft dennoch so düstere Worte wie Euro-Krise oder Staatsschulden zu hören sein werden, wird sich zeigen.

Übrigens: Den Stand des Hüthig-Verlages und damit der IEE finden Sie in Halle 9, Stand 140. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!