Der Themenbogen der rund 50 eingereichten Arbeiten spannte sich von der Satellitentechnologie über Elektrizitäts-Management bis hin zur Medizintechnik. „Die zwei ausgezeichneten Themen haben uns überzeugt, da beide Absolventen mit ihren Forschungsarbeiten einen ganz besonderen Beitrag für die Allgemeinheit leisten. In beiden Fällen stehen der Mensch und die positiven Folgen der Forschungsarbeit für die Bevölkerung klar im Mittelpunkt“, begründet Kurt Friedrich, Vorsitzender des Forums Technik und Gesellschaft, das Urteil der Jury aus prominenten Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Medien. Je fünf Diplomarbeiten und fünf Dissertationen waren in die engere Wahl für die Preise gekommen, die am 29. November 2006 im kleinen Kreis übergeben werden. „Entscheidende Kriterien für eine Prämierung sind Innovationsgehalt, Praxisbezug, Interdisziplinarität sowie die Vision der Arbeit“, so Friedrich.

Mit dem Rehabilitationsroboter „Lokomat“ können Patienten mit Gehstörungen auf dem Laufband trainieren. In seiner Diplomarbeit entwickelte Joachim von Zitzewitz Regelung und Sensorik des Therapiegerätes entscheidend weiter: So können Patienten nun etwa die Laufbandgeschwindigkeit intuitiv vorgegeben. Jürgen Blassnegger zeigte in seiner Dissertation „Emissionsminderungspotenzial durch optimierten Biodiesel und nachrüstbare Abgasnachbehandlung“ auf, dass alternative Treibstoffe weniger belastende Emissionen verursachen – die Grazer Verkehrsbetriebe setzen die von ihm untersuchten Biodieselsorten bereits in ihrer Autobusflotte ein. Das Forum Technik und Gesellschaft wurde 2001 gegründet. Mit ihren Aktivitäten will die Partnerschaft zwischen TU Graz und führenden österreichischen Unternehmen den Dialog zwischen Technik und Gesellschaft fördern, das Image der Technik in der Öffentlichkeit heben sowie Berufsfelder und Karriereperspektiven von Technikern aufzeigen.

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