„Wenn wir die Autos weiter vernetzen und zum Bestandteil des Internets machen, müssen dabei der Mensch und seine Sicherheit im Vordergrund unserer Überlegungen stehen – und nicht nur seine Daten alleine. Wir sind überzeugt davon, dass Sicherheit und Unfallschutz mit dem Schutz und der Sicherheit von Daten vereinbar sind.“

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Continental

Das Auto der Zukunft werde zum einen mit Informationen aus dem Internet versorgt, so Degenhart. Umgekehrt übermittle es eigene Sensordaten an eine intelligente Infrastruktur. So stehe es im ständigen Dialog mit der Cloud und anderen Fahrzeugen. Auf diese Weise könne es „um die Ecke“ blicken und mögliche Gefahren weit im Voraus erfassen. Es werde sich wie ein vorausschauender Freund und Begleiter verhalten. Dabei werde es seine Fahrer frühzeitig über die jeweilige Verkehrssituation informieren und sie auf die nächste, vom Fahrzeug geplante Reaktion hinweisen. So werde das Auto der Zukunft bereits vor dem Auftauchen einer Gefahrenstelle abbremsen. Eine solche Transparenz in der Vernetzung stärke das Vertrauen der Fahrer in die Assistenzsysteme.

Datensicherheit und Datenschutz könnten dabei gewährleistet bleiben, denn „Technologien wie getrennte Rechner- und Software-Architekturen im Auto sowie Firewall-Technologien sind geeignet, das Fahrzeug im ausreichenden Maße vor externen Angriffen zu schützen“. In punkto Datenschutz gelte folgendes: „Für eine Vielzahl vernetzter Dienste ist es aus unserer Erfahrung heraus gar nicht notwendig, die Identität der Autofahrer zu kennen. So reichen zum Beispiel anonyme Informationen wie Position, Zeit und Ereignis völlig aus, damit sich Fahrzeuge gegenseitig über Gefahren wie Glatteis oder Hindernisse auf der Fahrbahn informieren können“, führte Dr. Degenhart weiter aus.

„Für personenbezogene Dienste wird der Autofahrer immer die Wahl haben müssen, ob und gegebenenfalls welche Daten er weitergeben möchte. Das Erfolgsrezept für das vernetzte Fahrzeug ist Vertrauen durch Dialog mit den Fahrern und Transparenz der Vorgänge“, betonte Degenhart.

Gleichzeitig plädierte er für eine industrieübergreifende Zusammenarbeit: „Das vernetzte Fahrzeug verbindet unterschiedliche Industriebranchen auf eine völlig neue Weise. Automobil- und IT-Industrie müssen deshalb zukünftig noch enger zusammenarbeiten. Mit unseren Kooperationspartnern IBM, Cisco und Nokia Here tun wir dies bereits: Gemeinsam ebnen wir dem Auto den Weg für eine komfortable, energieeffiziente und sichere Fahrt sowohl auf den Straßen der Welt als auch auf der Datenautobahn“, sagte Degenhart.