Das VDMA-Positionspapier setzt auf mehrere Säulen. Neben der aktiven Investorensuche für eine heimische Zellproduktion (stationäre und mobile Hochleistungsenergiespeicher) fordert der VDMA, deutsche Maschinenbauer stärker für Zellfabriken in Exportmärkten zu ertüchtigen und die Produktionsforschung zielgerichtet aufzuwerten.

„Es ist unumstritten, dass der Markt anzieht, es ist nur noch die Frage, ob schon 2017 oder erst 2020“, betonte Peter Haan, Leiter Business Development OEM / Batterieproduktion bei der Division Digitale Fabrik von Siemens und Sprecher des Lenkungskreises VDMA Batterieproduktion. „Die Firmen mit dem besten Zugang zu leistungsfähigen und kostengünstigen Batteriezellen werden das Rennen gewinnen. Diese Zellen gibt es aber nur, wenn die Produktionstechnik weltweit den Sprung von der Manufaktur in die Großserie schafft. Damit ist die Weiterentwicklung der Produktionstechnik für die Batteriezelle entscheidend für den Industriestandort Deutschland.“

Nach Einschätzung von Dr. Eric Maiser, Leiter des Industriekreises VDMA-Batterieproduktion, ist die Serienproduktion von Hochleistungszellen auch in Asien und den USA noch längst nicht ausgereift. Vor allem Qualität und Ausbeute müssen stimmen. Alternativprozesse von deutschen Maschinenbauern stoßen auf großes Interesse. „Dieses Know-how, gepaart mit den Anforderungen und Erfahrungen von deutschen und ausländischen Investoren aus den jeweiligen Heimatmärkten würde dem ganzen Industriestandort nützen“, sagte Maiser.

Batterie-Maschinenbauer erwarten 6 bis 11 Prozent Umsatzwachstum

Eine aktuelle Geschäftsklimaumfrage des VDMA-Industriekreises Batterieproduktion zeigt positive Aussichten für die deutschen Hersteller von Komponenten, Maschinen und Anlagen für die Herstellung von Batterien. Konkret erwarten die deutschen Hersteller der Umfrage nach ein Umsatzwachstum von 6 Prozent für das laufende Jahr und 11 Prozent für 2016. Steigende Verkaufszahlen bei Hybrid- und Elektrofahrzeugen sowie das zunehmende Interesse an stationären Speichern sowohl zur Netzstabilisierung wie auch im privaten Solarsektor lassen die Batteriebranche optimistisch in die Zukunft blicken.

„Der deutsche Maschinenbau hat Fuß gefasst im hart umkämpften Markt der Batterieproduktion. Immer mehr Unternehmen generieren Umsatz und exportieren ihre Produktionstechnik auch in die wichtigen Märkte in Asien und den USA“, sagte Peter Haan. „Gerade in China zieht der Markt an und deutsche Produktionstechnik ist stark gefragt. Wir konnten hier und weltweit wichtige Geschäftserfolge realisieren“, bekräftigt Paul Merz, Director Sales Technology Solutions bei Kuka Industries. Insgesamt schreitet der Aufbau von Fabriken zur Batterieproduktion weltweit stark voran.