VDMA-Präsident Dr. Thomas Lindner kommentiert: "Der Produktionszuwachs der Jahre 2010 und 2011 summiert sich gleichwohl auf 22 %."

VDMA-Präsident Dr. Thomas Lindner kommentiert: „Der Produktionszuwachs der Jahre 2010 und 2011 summiert sich gleichwohl auf 22 %.“VDMA

VDMA-Präsident Dr. Thomas Lindner erklärte auf der VDMA-Jahrespressekonferenz: „Unsere Prognose für 2011 mit 14 % Wachstum wurde wegen dem enttäuschenden Ergebnis für Dezember mit minus 1,9 % knapp verpasst. Der Produktionszuwachs der Jahre 2010 und 2011 summiert sich gleichwohl auf 22 %.“ Insgesamt dürfte die deutsche Maschinenproduktion 2011 um rund 24 Milliarden Euro auf etwa 187 Milliarden gewachsen sein. Dazu hat der Inlandsabsatz mit nominal plus 12 % prozentual fast genauso viel beigetragen wie der Auslandsabsatz. Die Kapazitätsauslastung lag 2011 im Schnitt bei 88,1 % (2010: 78 %).

Die Maschinenausfuhr legte im Zeitraum Januar bis November 2011 im Vergleich zu 2010 nominal um 14,5 % zu. Die Exporte nach China lagen bei plus 26 %, die in die USA bei 22,2 %, die nach Russland bei plus 33,2 %, die in die Türkei bei plus 29,3 %, nach Brasilien bei plus 23,6 Prozent und Indien bei 15,3 Prozent. Der Export in die Euro-Partnerländer wuchs um 9 %. Noch kräftiger als die Exporte legten die deutschen Maschinenimporte zu, nämlich um 18,8 %.

„Von unserem Wachstum profitierte auch der deutsche Arbeitsmarkt. Im Jahresverlauf 2011 hat der Maschinen- und Anlagenbau rund 35.000 zusätzliche feste Stellen geschaffen“, erklärte der VDMA-Präsident. Im Dezember waren – Zeitarbeiter und Mitarbeiter in den Auslandsunternehmen nicht eingerechnet – 948.000 Menschen im Maschinenbau beschäftigt.

Hinter der Durchschnittsentwicklung der Maschinenbauindustrie verbirgt sich auf Fachzweigebene eine breite Streuung. Die Situation ist sehr heterogen. Ein Blick auf die reale Umsatzentwicklung 2011 zeigt, dass 23 von 28 in der Verbandsstatistik erfassten Fachzweige einen Zuwachs verbuchten, wie Werkzeugmaschinen, Robotik und Automation sowie Landtechnik. Das heißt aber auch, dass fünf Teilbranchen das Vorjahresergebnis aus unterschiedlichen Gründen nicht erreicht haben. Zu diesen gehören die Verfahrenstechnik sowie die Bekleidungs- und Ledertechnik. „Die Bandbreite reicht von minus 32 % für Verfahrenstechnische Maschinen und Apparate bis plus 38 % für Werkzeugmaschinen“, sagt Lindner.

Für 2012 hat der VDMA basierend auf der jüngsten Entwicklung des Auftragseingangs, der weiteren erheblichen Unsicherheiten insbesondere in Europa, aber auch im Hinblick auf eine abflachende Konjunktur in China, die Produktionsprognose von 4 auf 0 % Wachstum korrigiert.