Das Energiespeicher-Monitoring-Update 2016 untersucht die weltweite Positionierung von Deutschland im Bereich Energiespeicher für Elektromobilität.

Das Energiespeicher-Monitoring-Update 2016 untersucht die weltweite Positionierung von Deutschland im Bereich Energiespeicher für Elektromobilität. Sergej Khackimullin – Fotolia.com

Ein wichtiges Ergebnis der Untersuchung vom Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) ist, dass Deutschland seinen aufgeholten Rückstand bei der technologischen Leistungsfähigkeit von Lithium-Ionen-Batterien (LIB) stabilisieren konnte. Die Batterieforschung bewegt sich hierzulande aktuell auch aus internationaler Sicht auf einem hohen Niveau. Laut Studie sollte die Förderung der Batterieforschung beibehalten werden, damit Deutschland die Möglichkeit erhält, jenseits von 2020 das technologische Know-how in eine inländischen Zellproduktion umsetzen zu können. Zu den führenden Anbieterländer bei Energiespeichern für Elektroautos gehören aktuell Japan, Korea und China.

Nach Aussage von Dr. Axel Thielmann, Koordinator der Leitmarkt-Studie ist Deutschland weiterhin kein Leitmarkt für Fahrzeugbatterien, im Gegensatz zu China und den USA. Dort ist die Nachfrage nach Elektromobilität deutlich höher – unter anderem bedingt durch Kauf- und andere Marktanreize. „China dürfte im Zuge seiner Wachstumsdynamik seine Führungsposition künftig ausbauen. Zieht man aktuelle Produktionsprognosen sowie angekündigte Elektrofahrzeug-Modelle heran, befindet sich jedoch auch Deutschland als Batterie-Nachfrager in einem Aufholprozess“, ergänzt Thielmann.

Asiatische Unternehmen decken laut der Studie häufig die komplette Wertschöpfungskette der Fahrzeugbatterien ab. Deutsche Unternehmen gelingt dies nur bei einzelnen Stufen, und zudem hat Deutschland deutliche Schwächen bei der Versorgung und dem Handel mit LIB-spezifischen Rohstoffen wie Kobalt, Lithium, Mangan und Nickel. China dominiert traditionell den Handel auf dem Rohstoffmarkt. Die komplette Studie ist über den Weblink unten zu finden.