Vertrauen ist gut – Kontrolle ein Muss

Die EMV-Kontrolleure

Für Elektronikprodukte, Anlagen usw. sind die Maschinenrichtlinie, die Niederspannungsgeräteverordnung (NspGV) und die EMV-Richtlinie relevant. Die Einhaltung dieser Normen wird von der EU zwingend vorgeschrieben.

Die EMV-Richtlinie ist auch im nächsten Jahrtausend ein wesentlicher Bestandteil in der Elektronik bzw. bei deren Entwicklung. Durch ständig steigende Packungsdichten und dem damit verbundenen, immer geringeren Energieverbrauch liegt es auf der Hand, dass auch die benötigte Energie um Störungen zu verursachen geringer wird. Damit werden immer mehr potentielle Störquellen möglich. Zudem erhöht sich das Emissionsspektrum ständig durch steilere Schaltflanken bzw. Frequenzen.
In letzter Zeit sind auch die Halbleiterhersteller sehr bemüht dieser Richtlinie Rechnung zu tragen, obwohl einzelne Komponenten (ICs) selbstverständlich nicht kennzeichnungspflichtig sind. Jedoch kann man von einem kompetenten Hersteller verlangen, dass dieser Designregeln vorgibt, wie die verwendete Komponenten CE-konform in einem Layout zu platzieren sind. Bei hohen Stückzahlen sparen die Entstörungsmaßnahmen innerhalb der Chiparchitektur sogar die vergleichbar hohen Kosten einer peripheren, diskreten Beschaltung.

Störungen kosten Geld
Bei Industrieanlagen sind ebenfalls EMV-Tests notwendig, da nur so die oft vorgeschriebenen Standzeiten (<1 %) garantiert werden können.
„Wir haben sicher schon über 100 Anlagen bezüglich der EMV und der NspGV geprüft und oft sehr geringe Störfestigkeiten festgestellt, die in den meisten Fällen durch einfache Eingriffe zu beseitigen waren. Auch konnten bei diversen Anlagen sehr viele Fehler durch Störfestigkeitsversuche simuliert werden, deren bis dato erfolglose Suche unter Umständen schon einige Monate andauerte.“ – so der EMV-Guru Dipl.-Ing. Andreas Suschnig.
Bei einer mangelnden Störfestigkeit kann eine ordnungsgemäße Produktion mit dementsprechender Qualität nicht garantiert werden. Schon einige Stunden Produktionsausfall würden die Kosten für einen Test bzw. eine Sanierung leicht rechtfertigen. Im Kfz-Bereich (Kfz-Richtlinie) werden verstärkt EMV-Tests durchgeführt, die auch für Komponenten eigens definiert sind (e-Kennzeichnung).

Schwarze Schafe
Suschnig weiter : „Sicherlich gibt es auch in Österreich noch schwarze Schafe, die eine Einhaltung der Richtlinien ohne Überprüfung der Geräte bestätigen. Operativ gesehen haben solche Firmen momentan noch Vorteile, jedoch glaube ich nicht, dass jene strategisch überleben werden. Es ist auch nicht einzusehen, dass Firmen für die Einhaltung der Richtlinien doch einiges an Aufwand investieren müssen, um ihre Produkte CE-konform zu machen und andere Firmen sich diese Kosten einsparen. Man kann nur unsere Behörden dazu aufrufen, die gleichen Überprüfungen durchzuführen, wie sie in Deutschland bereits üblich sind – dort werden Geräte zufällig ausgewählt und auf CE-Tauglichkeit überprüft. Sollten Abweichungen auftreten, werden die Firmen mit Geldstrafen und Verkaufsverbot bestraft. Es ist zu hoffen, dass auch die heimischen Behörden endlich dementsprechende Schritte setzen.“

Die Kostensituation
Es ist auch nicht richtig, dass die EMV bzw. die Einhaltung der EMV-Richtlinie immer hohe Mehrkosten verursacht. Wenn die Anforderungen bereits im Design berücksichtigt werden, so sind mitunter sogar Kostenreduzierungen möglich (Einsparung von teureren Entstörbauteilen). Die meisten Fehler werden immer noch gemacht, indem Firmen erst mit ihren Seriengeräten mit den EMV-Tests beginnen – eigentlich sollte man sich diesbezüglich schon viel früher informieren bzw. mit den ersten Prototypen Messungen durchführen, damit man dann die „Worst case Spektren“ und die Immunitätsschwächen erfassen kann. Mit diesen Informationen kann man im Layout dementsprechende Gegenmaßnahmen setzen.
Bei Seriengeräten ist eine Änderung eine sehr kosten- und zeitintensive Angelegenheit. Man sollte auch externe Experten hinzuziehen. Die Beratungskosten stehen in keinem Verhältnis zu den Mehrkosten, die bei schlechter Umsetzung entstehen. In Zeiten einer sich ständig weiterentwickelnden Technologie und der enorm zunehmenden Fachbereiche, sollte eine externe Beratung in diversen Teilbereichen eine Selbstverständlichkeit werden. „Wir wurden sehr oft zu spät geholt – es entstand ein hoher Schaden!“, folgert Suschnig.

Österreichs EMV-Spezialisten
Die Firma C&P DI. Suschnig nahm ihren Ursprung 1992 in Wien und hat 1998 in Wernberg (Kärnten) Österreichs modernstes privates EMV-Prüfzentrum eröffnet.
1999 wurde das Audit durch das BMWA durchgeführt und bestanden – die offizielle Akkreditierung ist im Laufen. Selbstverständlich bleibt der Wiener Standort erhalten, der mit seiner kompletten CE-Messausrüstung die Basis für das moderne Prüfzentrum war. Die EMV-Profis bieten auch kompetente Beratung im Bereich der EMV-Richtlinie, der NspGV und bei anderen Richtlinien, die EMV-relevante Teile beinhalten, an. Diese Beratungen werden auch bei Entwicklungen, bei Sanierungen oder bei Layouts offeriert. Last but not least übernimmt die C&P DI. Suschnig auch Normenrecherchen.

C&P DI. Suschnig
Tel. (04252) 44 42
Fax (04252) 44 42-9
ESonline 01000

office@ce-cp.com

suschnig1.tif:
Dipl.-Ing. Andreas Suschnig – EMV-Experte

suschnig2.tif:
TEM-Zelle: Emission- und Immunitätsmessungen für kleine Prüflinge etc.

suschnig3.tif:
Stripline: Emission- und Immunitätsmessungen bei Kfz-Komponenten bis
400 V/m.