Die Pioniere für den neuen dualen Studiengang Mechatronik an der FH Aalen sind gefunden: Stefan Hald und Tobias Landkammer aus Ellwangen sind die ersten, die sich an der Fachhochschule eingeschrieben haben. Sie werden ab August zusätzlich zum Studium der Feinwerktechnik/Mechatronik an der FH Aalen eine Ausbildung zum Industrie-Mechaniker Geräte- und Feinwerktechnik bei der Firma Varta in Ellwangen absolvieren.


Diese Doppelqualifikation, die ohne Zeitverlust erlangt werden kann, bietet die Aalener Hochschule für Technik und Wirtschaft ab kommendem Semester erstmals an. Eine duale Ausbildung zum Mechatroniker integriert in das FH-Studium ist durch eine Zusammenarbeit mit dem Elektro-Ausbildungszentrum Aalen ebenfalls möglich. Hald und Landkammer werden in der vorlesungsfreien Zeit und während des ersten Praxissemesters bei Varta ausgebildet. Dafür werden sie während der gesamten 26 Monate wie Auszubildende bezahlt – auch während ihrer Vorlesungszeit in Aalen. Am Ende steht die Facharbeiterprüfung vor der IHK. „Die Industrie steht Schlange“, kommentiert der Fachbereichs-Dekan Prof. Dr. Ulrich Schmitt die Resonanz auf den Aalener Modellversuch.


Bisher stellen elf Partnerfirmen 17 duale Studienplätze zur Verfügung. „Derzeit haben wir mehr Plätze als Studenten“, sagt Schmitt, der sich sicher ist, dass die Absolventen beste Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben werden. „Die Firmen beteiligen sich an diesem Programm“, erläutert der Mechatronik-Dekan die Motivation, „weil sie stärker praktisch ausgebildete Ingenieure benötigen und frühzeitig Kontakte zu Studierenden haben wollen„. Interessenten können sich noch bis zum 31. Juli um einen Studienplatz bei der Fachhochschule Aalen bewerben.