Die “neue” Philips Austria

Philips Austria zieht eine Zwischenbilanz auf dem Weg vom Massenhersteller von Konsumentenprodukten zum Technologiemotor für die globalen Weltmärkte und im speziellen für die Region Zentral- und Osteuropa mit über 10.000 Beschäftigten.
Im Umfeld der globalisierten Wirtschaftsentwicklung wurden in den vergangenen zwölf Monaten konsequente Maßnahmen am industriellen Sektor vollzogen: Das nun aufgrund weltweiter Überkapazitäten bis Ende 2002 zu schließende Bildröhrenwerk im steirischen Lebring wurde im Juli des Vorjahres in das 50:50 Joint Venture mit Lucky Goldstar ausgegliedert. Die auslaufende Technologie der VHS-Videorecorder bedingt die Schließung der Wiener Produktion bis Mitte 2002, und für Nicht-Kerngeschäfte wie Fax oder Folienrasierer fand man im ersten Quartal 2002 neue Eigentümer, welche diese Unternehmen weiterführen. Mit dem New Placement Programm sorgt Philips für einen sozial verantwortungsvollen Umbau des Unternehmens.
Gleichzeitig wurden die bestehenden Entwicklungszentren und hochautomatisierten High Tech-Produktionsstätten gestärkt und ausgeweitet: Im steirischen Gratkorn erhielt das Halbleiterzentrum für kontaktlose Identifikationssysteme einen Zubau für weitere 100 Mitarbeiter und in Wien wurde ein neues Zentrum für digitale Videoprodukte wie DVD+RW etabliert. Der Bereich Sound Solutions verlagerte aufgrund der weltweiten Erfolge des Wiener Standortes sein internationales Headquarter von Malaysien nach Wien. Der Standort Klagenfurt wurde eines von weltweit fünf Centers of Competence für Haushalts- und Körperpflegegeräte.
Im vorigen Jahr mündeten 190 österreichische Philips-Erfindungen in 80 Patentanmeldungen, was einem Plus von rund 9 Prozent entspricht. Die Investitionen für Forschung und Entwicklung betrugen im Jahr 2001 rund 6 Prozent oder 83 Mio. Euro vom Gesamtumsatz von 1.464 Mio. Euro.
Der Umsatz hat sich gegenüber dem Vorjahr vor allem aufgrund der Ausgliederungen bzw. Schließungen um 18 Prozent verringert (2000: 1.788 Mrd.). Das künftige Umsatzniveau der “neuen” Philips Austria wird bei jährlich rund 1,3 Mrd. Euro liegen, der Personalstand bei 2.300 bis 2.500. Die Exportquote der heimischen Produktion lag 2001 bei unveränderten 98 Prozent, wobei knapp mehr als die Hälfte der Exporte in EU-Länder und 35 Prozent nach Osteuropa gehen.

Philips Austria
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