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Schukat

elektronik industrie: Inwieweit entspricht Schukats Positionierung als „Servicedistributor“ dem Zeitgeist?

Bert Schukat: Wir betreuen die Kunden vom Muster bis zur Serienfertigung und grenzen uns damit von den großen Broadlinern ab. Genau das verstehen wir auch unter Service: Den Kunden über unterschiedliche Projektphasen hinweg persönlich zu beraten und exakt mit der Menge an Produkten zu bedienen, die er benötigt. Dies alles zu marktgerechten Preisen und in möglichst kurzer Lieferzeit. Ob kleine Musterserien oder auch großvolumige Sendungen – wir können beides äußerst effizient abwickeln. Außerdem bieten wir neben der Standardware auch kundenspezifisches Design-In an. Kurz gesagt, wir orientieren uns stark an den Bedürfnissen unserer Kunden und halten ein schlankes Angebot vor.

elektronik industrie: Was unterscheidet Schukat damit von anderen Distributoren?

Bert Schukat: Schukat positioniert sich zwischen einem Broadliner und einem Katalog- oder Onlinedistributor. Für uns ist insbesondere der europäische Mittelstand interessant: Also jeder Kunde, der mittlere bis größere Stückzahlen benötigt und dafür einen verlässlichen Partner sucht. In der Qualität der Lieferung unterscheidet sich Schukat nicht von einem Katalogdistributor, sucht aber zusätzlich den persönlichen Kontakt zu seinen Kunden. Bei unseren Franchise-Linien bieten wir die gleichen Leistungen wie die Volumendistributoren: beste Preise, marktübliche Lieferzeiten für mittlere bis große Stückzahlen, kompetente Ansprechpartner für technische Fragen und eine schnelle Lieferung. Dabei gehen 97,5 % unserer aktuellen Lieferungen ab Lager sofort zu unseren Kunden – unabhängig von der jeweiligen Menge.

elektronik industrie: Welche Service-Faktoren sind heute besonders wichtig, um Kunden zufriedenzustellen?

Bert Schukat: In Zeiten des Internets nimmt die Onlinebestellung eine immer wichtigere Rolle ein. Bei Schukat werden aktuell knapp 50 % der Positionen über das Internet bestellt. Um neue Produkte schnell anlegen zu können und damit verbundene Abläufe effizient zu gestalten, haben wir vor zwei Jahren unseren Webshop neu aufgesetzt. Die Optimierung unseres Internetauftritts besitzt weiterhin hohe Priorität. Dennoch ist gerade im Mittelstand der persönliche Kontakt zum Kunden immer noch sehr wichtig. Auch in der echten B2B-Distribution will nicht jeder Kunde online bestellen. Gerade bei größeren Positions- oder Auftragswerten wird vieles lieber im persönlichen Gespräch geklärt. Deshalb bieten wir unseren Kunden feste Ansprechpartner und individuellen Service. Damit stellen wir in der Elektronikdistribution inzwischen eher eine Ausnahme dar.

elektronik industrie: Inwiefern folgt Schukat mit seinem Portfolio aktuellen Markttrends?

Bert Schukat: Wir passen unser Portfolio stets den Anforderungen unserer Kunden an. Der Bedarf an Low-Power-ARM-Controllern steigt stark, und in der Feinsensorik verlangt die Industrie 4.0 vermehrt Präzisions-Dünnschicht-Widerstände mit geringeren Temperaturkoeffizienten – hier nehmen wir die hochwertigen Produkte des Herstellers Susumu auf. Ein neuartiger pyroelektrischer Sensor von Panasonic ermöglicht ein Monitoring von Wärmeemittenten, beispielsweise Personen, zu einem erstaunlich günstigen Preiseniveau. Auch dem Trend zur Miniaturisierung folgen wir und bieten Kunden die um zirka 20 % geschrumpfte Bauform von Elkos. Im Bereich Elektroakustik sind wir derzeit im Gespräch mit der Firma Visaton, bekannt für qualitativ hochwertige Industrielautsprecher. Künftig stehen neben IoT und Industrie 4.0 auch spannende Themen wie E-Mobility, Smart-LED-Lighting und erneuerbare Energien im Fokus.