Erstaunliche Verbesserung: Direktbeschriftung eines Kunststoffs mit (oben) und ohne (unten) Pulsformung

Erstaunliche Verbesserung: Direktbeschriftung eines Kunststoffs mit (oben) und ohne (unten) PulsformungWolf Produktionssysteme

Dafür sind die technischen Anforderungen an die Lasertechnik bei der Direktbeschriftung wesentlich höher. Diese Anforderungen können abhängig von der Art und Farbe des Kunststoffes sehr unterschiedlich sein. Das Beschriftungsergebnis hängt vom jeweiligen Kunststoff (Polymermatrix und Additive) ab. Wolf Produktionssysteme hat sich auf entsprechende, kundenspezifische Laserbeschriftungssysteme für die Elektrotechnik und Automobil-Zulieferer spezialisiert.

Moderne Strahlablenkungssysteme für den Laserstrahl ermöglichen hohe Beschriftungsgeschwindigkeiten und sind für den waagrechten wie auch senkrechten Einbau geeignet. Für das Laserbeschriften von Kunststoffen haben sich heute Faserlaser durchgesetzt. Sie sind langlebig, wartungsarm und haben eine sehr gute Strahlqualität. Um unterschiedlichste Kunststoffe mit ausreichendem Kontrast beschriften zu können, müssen die Pulsleistung, die Pulsdauer und die Pulsfrequenz (Periodendauer) des Lasersystems in möglichst großen Bereichen veränderbar sein.

Die neuesten Faserlaser, die geeignet für das Beschriften von Kunststoffen sind, haben einen Pulsfrequenzbereich von 2 bis 200 kHz. Die minimale Pulsdauer liegt bei 50 ms. Gerade bei der Verwendung minimaler Pulsdauern lassen sich unterschiedlichste Kunststoff ohne Zugabe spezieller Additive beschriften – vorausgesetzt, die Hauptanforderung ist eine visuell gut lesbare und durch automatische Bildverarbeitung sicher lesbare Beschriftung ohne besondere Dekor-Funktion. Bei einem häufig verwendeten Werkstoff, wie beispielsweise PA 66 mit 35 % Glasfaseranteil, genügt dies aber noch nicht. Eine spezielle, der Aufgabe angepasste Pulsformung kann hier erstaunliche Verbesserungen ermöglichen (siehe Bild).

productronica 2015: Halle A4, Stand 213