Die Auszeichnungen wurden im Rahmen der jährlich stattfindende Drive-E-Akademie verliehen. Diese bietet Studierenden aller deutschen Hochschulen die Möglichkeit, eine Woche lang einen Einblick in die Theorie und Praxis der Elektromobilität zu gewinnen. In diesem Jahr nutzten 54 junge Wissenschaftler die Gelegenheit. Die Universität Stuttgart fungierte dabei als Hochschulpartner vor Ort, auch Unternehmen in der Region wurden besucht.

Drive-E

Verleihung der Drive-E-Studienpreise 2017 (v. l. n. r.): Prof. Dr. A. Kurz, Vorstand Fraunhofer-Gesellschaft Personal Recht und Verwertung, Prof. M. März Stellvertretender Institutsleiter Fraunhofer-IISB, M. Dimitrov, Leiter geförderte Forschung Porsche, die Preisträger V. Müller (FAU Erlangen-Nürnberg), A. Rupp (TU München), C. Singer (TU München), O. Ludwig Fuhr (TU Dortmund), Prof. Dr. Hans-Christian Reuss Vorstandsmitglied des FKFS an der Univ. Stuttgart und MinR Hermann Riehl, Referatsleiter Elektronik, autonomes elektrisches Fahren des BMBF. BMBF

Der erste Platz in der Kategorie der Masterarbeiten geht nach Bayern. Alexander Rupp von der Technischen Universität München befasste sich in seiner Arbeit mit Festkörperbatterien, bei denen der sonst übliche flüssige Elektrolyt durch einen festen Elektrolyten ersetzt wird. Auch in der Kategorie der Projekt- bzw. Bachelorarbeiten stand beim ersten Platz die Festkörperbatterie im Fokus. Célestine Singer, ebenfalls Studentin an der Technischen Universität München, untersuchte, ob und wie bereits bestehende Technologieketten für Oxidkeramiken auch für die Herstellung von Festkörperbatterien genutzt werden können.

Mit dem zweiten Platz in der Kategorie der Masterarbeiten wird die Arbeit von Verena Müller von der Universität Erlangen-Nürnberg ausgezeichnet, die Lösungen für einen besonders wirtschaftlichen Prozess entwickelte, in dem Lithium-Ionen-Batteriezellen erstmals aufgeladen und für die weitere Verwendung vorbereitet werden. Angetan zeigte sich die Jury auch von der Arbeit von Oliver Fuhr von der Technischen Universität Dortmund, der den zweiten Preis in der Kategorie Projekt- bzw. Bachelorarbeiten gewann. Er beschäftigte sich mit der Frage, wie Solaranlage und Fahrzeug so miteinander kommunizieren können, dass eine Fernladung ermöglicht wird.

„Sie arbeiten für eine nachhaltige Mobilität, die effizient mit Ressourcen umgeht, das Klima schont und unsere Lebensqualität erhält“, sagte Bundesforschungsministerin Johanna Wanka auf der Preisverleihung mit Blick auf die Preisträger. Prof. Dr. Alexander Kurz, Fraunhofer-Vorstand Personal, Recht und Verwertung zeigte sich ebenfalls beeindruckt: „Diese Arbeiten bergen ein hohes Potential, einen Beitrag zur technischen Problemlösung für einige der drängendsten Fragen der Elektromobilität zu leisten. Dies betrifft vor allem die Leistungsfähigkeit der Batteriezellen und -systeme und damit die Erhöhung der Fahrzeugreichweite sowie Fragen einer optimierten Ladeinfrastruktur.“