Das versuchsmäßige Sensorsystem besteht aus dem Arm einer Schaufensterpuppe mit 64 darauf angebrachten Drucksensoren und einem Computersystem, das die Berührungen erkennen soll.

Das versuchsmäßige Sensorsystem besteht aus dem Arm einer Schaufensterpuppe mit 64 darauf angebrachten Drucksensoren und einem Computersystem, das die Berührungen erkennen soll. University of Twente, CTIT

Die Versuchsanordnung besteht aus dem Arm einer Schaufensterpuppe mit 64 darauf angebrachten Drucksensoren und einem Computersystem, das die Berührungen erkennen soll. Das vergleichsweise einfache System kann bereits 60 % von rund 8.000 Berührungen (verteilt auf 14 verschiedene Berührungsformen in drei Intensitäten) unterscheiden. 60 % erscheint dabei nicht gerade ein hoher Wert zu sein; zu bedenken ist allerdings, dass verschiedene Berührungen einander stark ähneln. Beispiele sind der Unterschied zwischen Greifen und Kneifen und zwischen intensivem Streicheln und sanftem Reiben. Hinzu kommt, dass die Probanden, die den Arm der Schaufensterpuppe berührten, keine Anweisungen zur Ausführung der Berührung des Puppenarms erhielten. Zudem konnte das Computersystem nicht die Berührungen individueller Personen „trainieren“. Unter vergleichbaren Umständen wäre es selbst für Menschen schwierig, alle Berührungen zu erkennen. Zudem kennt das Sensorsystem den sozialen Kontext der Berührung nicht. In einem Folgeversuch, mit dem Jung aktuell beschäftigt ist, erforscht sie, wie Roboter Berührungen im sozialen Kontext interpretieren können. Die Forschungsarbeit ist im Journal on Mulimodal User Interfaces veröffentlicht (M. Jung, M. Poel und D. Heylen, Universität von Twente, sowie von R. Poppe, Universität Utrecht).