Weltpremiere auf der Drupa: Mit der neuen Generation Speedmaster XL 106 will Heideldruck in eine neue Ära der industriellen Druckproduktion aufbrechen.

Weltpremiere auf der Drupa: Mit der neuen Generation Speedmaster XL 106 will Heideldruck in eine neue Ära der industriellen Druckproduktion aufbrechen. Heidelberger Druckmaschinen

Wie Heideldruck mitteilte, stieg auch der Auftragseingang entsprechend: Zum 30. Juni kletterte er auf 804 Millionen Euro. „Heidelberger Druckmaschinen ist mit einem erfolgreichen Drupa-Auftritt stark in das neue Geschäftsjahr gestartet“, sagte Gerold Linzbach, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. Die Akzeptanz am Markt stimme das Unternehmen für die Zukunft sehr optimistisch. Der Auftragsbestand des Konzerns sprang gegenüber dem Vorquartal um 67 % von 460 auf 768 Millionen Euro.

Neuausrichtung treibt Verkauf

Das erstmalig der breiten Öffentlichkeit unter dem Namen ‚Fire‘ vorgestellte Digitaldruckportfolio verzeichnete laut Heideldruck Verkaufserfolge in allen Produktkategorien. Im industriellen Digitaldruck stellte das Unternehmen zusammen mit Fujifilm die Heidelberg Primefire 106 für den Verpackungsdruck vor, begleitet von Verkaufsabschlüssen in Europa, den USA, Brasilien, China und Japan. Als Lösung für den digitalen Werbedruck verkaufte das Unternehmen auf der Drupa bereits die 1 000. Versafire. In Summe konnte Heideldruck von diesen Digitalsystemen  während der Messe so viele Maschinen verkaufen wie im gesamten Geschäftsjahr 2014/2015. Im stark wachsenden Etikettenmarkt sei die Digitalmaschine Gallus Labelfire bei den Besuchern auf hohes Interesse gestoßen. Auch das Konzept des autonomen Druckens mit Bogenoffsetdruckmaschinen wurde stark nachgefragt: Das Flaggschiff Speedmaster XL 106 lief „als Bestseller und meist verkaufte Maschine während der Messe“, so ein Unternehmenssprecher.

Bei Dienstleistungsangeboten setzt das Unternehmen auf die Heidelberg Cloud, die auf der Erfassung und Analyse von mehr als 10 000 vernetzten Maschinen und 15 000 Prinect-Softwareanbindungen beruht. Darauf basierend sind beispielsweise präventive Serviceprogramme zur Steigerung der Verfügbarkeit von Maschinen und zur Verbesserung der Produktivität einer Druckerei möglich. „Der Auftritt auf der Drupa hat bestätigt, dass wir uns mit der strategischen Neuausrichtung auf die Wachstumssegmente Digital und Services auf dem richtigen Weg befinden“, so Linzbach zusammenfassend.

Jahresziel fest im Blick

Aufgrund des Auftragseingangs und des gestiegenen Auftragsbestands peilt Heideldruck als Jahresziel für 2016/2017 weiterhin ein Umsatzwachstum von bis zu 4 % an. Mittelfristig soll die Neuausrichtung ein Wachstum des Konzernumsatzes um bis zu 4 % pro Jahr auf rund 3 Milliarden Euro ermöglichen. Die Profitabilität soll dabei bezogen auf die Ebitda-Marge in einer Spanne von 7 bis 10 % auf einem hohen Niveau liegen.