Am 15.05.2002 veranstaltete der VDMA eine Tagung zum Thema E-Business. Nach Einschätzung der Veranstalter in wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein echtes Flop-Risiko, aber der Andrang bewies, dass das Thema die Mitgliedsfirmen sehr wohl umtreibt. Und so kommen die E-Market Aktivitäten des Verbandes offenbar zu rechten Zeit.


E-Business ist mehr als ein Internet-Shop


E-Business bedeutet nicht nur den Verkauf von Produkten via Internet. E-Business ist mehr. Es ist die Vernetzung aller Informationen via Internet, die für ein Unternehmen und seine Wertschöpfungskette relevant sind. Aufgrund der Komplexität ist es nur natürlich, dass der Grad der Online-Aktivitäten der einzelnen Firmen schwankt. Entscheidend ist, welche Priorität welchem Strategiefeld im Unternehmen zugemessen wird. Dabei reicht die Bandbreite vom ausgeklügelten Collaborative Engineering und fein durchstrukturierten CRM-Lösungen über Online-Produktkonfiguratoren und –Shops bis hin zu groß angelegten oder auch kleinen und eng begrenzten E-Procurement Aktivitäten beispielsweise im Rahmen sogenannter Reverse Auctions. Dabei handelt es sich um Ausschreibungen eines Unternehmens für den eigenen Bedarf verbunden mit der Aufforderung an alte und neue Lieferanten zu einem günstigen Preis anzubieten.


Die Erfahrungsberichte der Unternehmen zeigten in jedem Fall zwei wesentliche Dinge:



  • Es muss nicht immer die große Lösung sein, die dem Unternehmen Kosten senkt und unterm Strich Nutzen bringt.

  • Das Thema E-Business ist in keinem einzigen Unternehmen unumstritten. Ohne die tatkräftige Unterstützung der Geschäftsführung lassen sich nirgendwo die notwendigen Veränderungen in den Geschäftsprozessen und den Köpfen der Mitarbeiter bewältigen.

Alle Referenten berichteten – trotz einiger kritischen Anmerkungen im Einzelfall – übereinstimmend, dass auf das eigene Unternehmen angepasste E-Business-Lösungen hohes Potenzial zur Kostensenkung bergen und die jeweiligen Kunden die Systeme sehr schnell akzeptieren und als echten Benefit empfinden.