Gängige Wetterdienste arbeiten heute überwiegend gebietsbezogen, sie beschreiben also das durschschnittliche Wetter für relativ große Regionen. Das gilt sowohl für Smartphone-Apps als auch für Lösungen, die in die Autoelektronik integriert sind. Diese Art von Informationen spiegelt Wetter- und Straßenverhältnisse, die unmittelbar vor dem Fahrer liegen, nicht wider: Auch wenn in einem Landkreis überwiegend die Sonne scheint, kann die Straße in einer bewaldeten Kurve dennoch glatt und nass sein. Aussagen über die Verhältnisse auf der konkreten Strecke eines Autofahrers bieten nur datenbasierte Dienste wie Inrix Road Safety.

Der individuelle Sicherheitsassistent von Inrix Road Safety

Die Applikation Inrix Road Safety führt aus dem Fahrzeug gewonnene Daten mit den Daten der Wetterdienste zusammen.

Die Applikation Inrix Road Safety führt aus dem Fahrzeug gewonnene Daten mit den Daten der Wetterdienste zusammen. Inrix

Der datenbasierte Dienst des Herstellers Inrix verknüpft relevante Sensordaten aus den Fahrzeugen mit herkömmlichen Wetterinformationen. Autofahrer erhalten in Echtzeit Warnungen vor gefährlichen Straßenverhältnissen, die sich 500 m vor der aktuellen Position des Fahrzeugs befinden. Wichtige Informationen und Warnmeldungen werden alle 15 Minuten aktualisiert, der Prognosezeitraum umfasst zwölf Stunden. Im Gegensatz zum gängigen Service der Wetterdienste informiert Inrix Road Safety in Echtzeit über Niederschlag, den wetterbedingten Straßenzustand sowie die Sichtverhältnisse. Zeichnen sich gefährliche Wetterbedingungen wie Aquaplaning, Nebel oder Glatteis ab, alarmiert das System die Fahrer umgehend.

Das Unternehmen liefert genaue Vorhersagen über die Straßenbedingungen, identifiziert die betroffenen Streckenabschnitte und berücksichtigt dabei auch die Straßenstruktur sowie geologische Verhältnisse. Beispielsweise wird gemessen, wie sich eine dichte Bewaldung auf die Erwärmung oder Abkühlung des Straßenbelags und damit die Unfallgefahr auswirkt. Das spielt vor allem beim autonomen Fahren eine Rolle, denn wenn künftig Automobile teilweise oder vollständig autonom Entscheidungen treffen, bilden zuverlässige Information über die aktuelle Straßen- und Wettersituation dafür eine wichtige Grundlage. Ein aktueller Praxistest, den Inrix zusammen mit der Bundesanstalt für Straßenwesen durchführt, soll die Genauigkeit von Sensordaten bei schnee- und eisbedeckten Straßen objektiv prüfen.

Große Daten und multivariate Analyse

INRIX-Road-Weather-So-Funktionierts

Inrix

Inrix greift für seine Automotive-Anwendung sowohl auf Daten aus einem umfassenden Pool von öffentlich und privat verfügbaren Wetterdiensten als auch auf zahlreiche Daten aus vernetzten Automobilen zu. In modernen Fahrzeugen sind bis zu 280 Sensoren eingebaut, doch bisher wird zur Gewinnung von Wetterinformationen lediglich ein kleiner Teil davon genutzt. Beispielsweise geben Regensensoren und Scheibenwischer Auskunft über Niederschläge und Barometerdaten über Sturmgefahr; eingeschaltete Nebelscheinwerfer lassen auf schlechte Sichtverhältnisse schließen und die Außentemperatur in Verbindung mit Informationen zu Brems- und Antriebsverhalten der Fahrer lassen Rückschlüsse auf Glatteis und Rutschgefahr zu.

Die Zusammenarbeit mit der Global Weather Corporation ermöglicht Inrix Road Safety Zugriff auf genaue Vorhersagemodelle. Die dynamische Verkehrsvorhersage erfolgt auf Basis von multivarianten Statistikmodellen, in die auch Erfahrungswerte aus der Vergangenheit (historische Daten) einfließen. Die kombinierte Analyse von historischen und aktuellen Daten lässt sehr genaue Rückschlüsse auf die aktuelle Situation zu.

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