Mit dem jetzt zertifizierten Safety-Protokoll, einem Anschaltmodul für die Integration von Sensoren und Aktoren sowie 40000 installierten Knoten, scheint die EPSG einen Schritt voraus zu sein.
Das in der Arbeitsgruppe Ethernet Powerlink Safety definierte sichere Protokoll für schnelle Ethernet-basierte Kommunikation im Mikrosekundenbereich war in Nürnberg zwar noch nicht live zu sehen, dafür aber zumindest als TÜV-zertifiziertes White Paper. Bei Zykluszeiten von bis 100 µs wird damit die Sicherheitskategorie SIL 3 nach IEC 61508 erreicht. Bei reduziertem Datenumfang sind damit sogar Anwendungen mit SIL4-Anforderungen zu realisieren.
Ebenso hat sich die EPSG des Kostenproblems der Anbieter von Sensoren und Aktoren angenommen: Gemessen am Gerätepreis ist die Ethernet-Anschaltung für viele Komponenten einfach noch zu teuer. Abhilfe soll hier die in Kooperation zwischen Altera und B&R entwickelte Integrationslösung auf FPGA-Basis schaffen. Der Leistungsum-fang der neuesten FPGA-Generationen und die drastische Reduktion der Up-Front-Kosten erlauben es, lizenzfrei eine hochoptimierte Powerlink-Anschaltung, Hub-Logik und Prozessorkern zu realisieren. Die Kosten pro Knoten werden damit weit unter 10 1 gedrückt – inklusive der für die Applikation notwendigen Infrastruktur.
2001 von B&R auf den Markt gebracht und kurz darauf über die EPSG offengelegt und freigegeben, ist Powerlink mittlerweile mit 40000 Knoten weltweit im Einsatz in Serienmaschinen und Anlagen.