Während die IDA auf der Engineering-Ebene nun mit der PNO kooperiert, hat die IDA parallel dazu einen interessanten Technologie-Deal auf der Feldebene mit Schneider electric eingefädelt.


Nur einen Tag nach der IDA/PNO-Pressekonferenz fand in Hannover auch eine IDA-Vorstandssitzung mit interessanten Ergebnissen statt: Schneider electric bringt mit Modbus/TCP ihr Protokoll und einen fertigen schnellen Layer-2-Stack in die IDA ein. IDA-Vorstandsmitglied Martin Jetter: „Die Aktivitäten zwischen Schneider electric und IDA tangieren die IDA/PNO-Arbeiten nicht.“ Schneider electric steht künftig geschlossen hinter dem IDA-Gedanken und richtet danach seine Unternehmensstrategie aus. Dazu wird die Nutzervereinigung des Modbus-Protokolls – Modbus.org – neu strukturiert und intensiv mit der IDA zusammenarbeiten.


Jetter: „Es bleiben aber auf jeden Fall zwei getrennte Organisationen mit Schneider electric als Bindeglied.“ Im ersten Schritt soll dann das Modbus/TCP-Protokoll in die IDA-Spezifikation aufgenommen werden. Die Eingruppierung erfolgt im Konformitäts-Level 1, „das heißt, ein Modbus-Gerät wird IDA-kompatibel sein“, so Jetter. Technisch gesehen wird neben dem Publisher/Subscribe- (NDDS) und einem Client/Server-Kommunikationsmodell ein dritter, schneller Kommunikationskanal implementiert – Modbus/TCP. Diese Lösung ist vergleichbar mit der gerade von der PNO gestarteten Treiber-Lösung für ein Echtzeit-Ethernet. „Nur mit dem kleinen Unterschied, dass der optimierte Stack von Schneider bereits fertig ist und funktioniert, während die PNO gerade mit der Spezifikation beginnt“, freut sich der IDA-Vorstand.


 Hier wird es also definitiv zwei verschiedene, inkompatible Standards geben.


Mit der Technologie-Integration von Modbus verbreitert die IDA Ihre Basis massiv und bewegt sich von der Spezifikation her gesehen nach unten: Einfache Feldgeräte mit niedriger Rechenleistung können nun ohne Probleme an IDA angehängt werden und sind kompatibel, „wenn auch mit eingeschränktem Funktionsumfang beim Service und Monitoring“, gibt der IDA-Vorstand zu.