Serielle EEPROM dienen in vielen Geräten als kostengünstiges NVRAM (non-volatiler Speicher). Atmel stattet seine Bausteine mit zusätzlichen Funktionen aus: Der Hersteller hinterlegt in der AT24MAC-Serie eine echte MAC-Adresse aus dem eigenen Nummernkreis. Das spart den Kunden die Abstimmung mit der IEEE, die für weltweit eindeutige Nummern sorgt, sowie das Personalisieren. Neben der 48-Bit-MAC-Adresse steht auch eine IPv6-taugliche EUI (Extended Unique Identifier) mit 64 Bit bereit. Außerdem gibt es ein Feature für Dual-Port-Konfigurationen, in denen das EEPROM zwei verschiedene MAC-Adressen liefert.

Zur MAC kommt neuerdings eine Seriennummer / ID: Diesen 128 Bit breiten Wert legt Atmel ebenfalls in einem geschützten Bereich ab und erlaubt keine Änderungen. Der Hersteller sorgt dafür, dass die ID eindeutig für einen Baustein ist und es keine Doppler gibt – auch nicht bei anderen Atmel-Bausteinen. Den Wert gibt es auch bei EEPROMs, die keine MAC-Adresse besitzen. Damit die Endkunden nicht an der ID oder der MAC/EUI drehen können, schützt Atmel diese Einträge besonders. Für den Zugriff auf die ID gibt es sogar eigene Adressen und I²C-Befehle, die kein Ändern oder Überschreiben vorsehen. Der Chip verhält sich nach außen wie zwei getrennte Bausteine.

Geschützter Bereich

Kunden, die eigene Werte ebenfalls in einem sicheren Bereich hinterlegen wollen, können das EEPROM in zwei Hälften teilen: Für den oberen Bereich aktivieren sie einen Schreibschutz, nachdem sie ihre Werte hinterlegt haben. Der Baustein verhindert dann verändernde Zugriffe, liefert die Daten aber mit den gewohnten Kommandos.

Neu vorgestellt hat Atmel nun zwei EEPROM-Serien: Den genannten AT24MAC mit 2 KBit seriellem EEPROM, MAC-Adresse und 128-Bit-ID. Alternativ gibt es die AT24CS mit 1 bis 8 KBit EEPROM und 128-Bit-ID, aber ohne MAC. Beide Serien fertigt Atmel in einem 0,25-µm-Prozess und bindet sie per I²C an die Umgebung an. „Wir haben dieses Produkt für Kunden entwickelt, die Geräte im mittleren Stückzahlbereich herstellen, mit etwa 10.000 bis 15.000 Einheiten“, erklärt Alexander Kurz, Marketing Manager Memories, Crypto Products und Serial Analog bei Atmel in Heilbronn. Er verrät außerdem: „Wenn Kunden bereits einen eigene OUI (Organizationally Unique Identifier) besitzen, können wir die Speicher auch mit MAC-Adressen aus diesem Nummernkreis ausstatten.“ Bei den Gehäusen gibt es eine breite Auswahl: Beim Produktlauch stehen SOIC und TSSOP zur Verfügung, später auch UDFN, SOT23, VFBGA und direkter Die-Verkauf.

(lei)

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