LIN-Knoten jetzt 50% kleiner

LIN-Knoten jetzt 50% kleiner

Atmel hat eine neue SiP-Lösung (System-in-Package) für automobile LIN-Netzwerk-Anwendungen auf den Markt gebracht – ein kompletter LIN-Knoten in einem Gehäuse des Typs QFN38.

Der ATA6617 vereint als erstes Mitglied einer neuen LIN-SiP-Produktfamilie den LIN-SBC (System-Basis-Chip) ATA6624 (inklusive LIN-Transceiver, Spannungsregler und Watchdog) mit einem Mikrocontroller der AVR-Familie (ATtiny167 mit 16 KByte Flash-Speicher) in einem Gehäuse. „Das neue LIN-SiP basiert auf Atmels LIN-IP der zweiten Generation, die eine ausgezeichnete EMV- und ESD-Performance aufweist“, konstatiert Claus Mochel, Senior Marketing Manager Automotive High Voltage Products bei Atmel, im Gespräch mit AUTOMOBIL-ELEKTRONIK. „Der Baustein ist optimiert für preiswerte LIN-Slave-Anwendungen und ermöglicht eine Verringerung der Systemkosten um bis zu 25% bei 50% geringerem Platzbedarf. Die Anzahl der nötigen Interrupts ist dabei auf ein Minimum begrenzt, wodurch sich die Belastung des Mikrocontrollers durch das LIN-Protokoll-Handling wesentlich verringert.“

Eine individuelle durch die Hardware festgelegte physikalische LIN-Knoten-Adresse, wie sie in manchen Anwendungen wie beispielsweise Klimaanlagen wünschenswert ist, lässt sich durch Verwendung der integrierten 100-Mikroampere-Stromquelle direkt zuweisen. Über mehrere Stromspar-Betriebsarten können verschiedene Funktionen individuell aus- oder eingeschaltet werden. Alle Pins des LIN-System-Basis-Chips und des Mikrocontrollers sind nach außen verbunden.

Ein Entwicklungs-Board sowie zertifizierte Protokoll-Stacks für LIN-2.0 und LIN-2.1 stehen ebenfalls zur Verfügung. Im zweiten Quartal sollen weitere LIN-SiPs folgen – beispielsweise mit 8 KByte Flash-Speicher. (av)