Eine Plattform für (fast) alles

PC-based Automation liegt voll im Trend. Dank der rasant wachsenden Funktionalität der PC-Systeme lassen sich mittlerweile viele Automatisierungsaufgaben wie zum Beispiel Steuern, Regeln, Bedienen & Beobachten und Motion Control auf der PC-Plattform realisieren.

Siemens bietet mit dem Konzept Simatic WinAC mehrere Lösungen an, mit denen sich auf einem PC die Funktionalität einer Simatic-Steuerung realisieren lassen. So können sowohl PC-typische Applikationen wie auch Automatisierungsaufgaben auf einer Plattform gelöst werden. Der Maschinen- oder Anlagenbauer profitiert von dieser Integration insbesondere dann, wenn anwendungsspezifische Aufgaben auf dem PC “zusammenwachsen”, zum Beispiel wenn die Lageerkennung von Einzelteilen bereits selbst auf PC-Basis realisiert ist. Mit Simatic WinAC und Step7 können diese Tools jetzt nahtlos in die SPS-Funktionalität eingebettet werden ? das heißt, der Endanwender “sieht” bei der Bedienung der Anlage oder Maschine über den PC nur noch die weltweit bekannten und akzeptierten SPS-Standards, über die er auf die Technologiemodule zugreifen kann.
Mittlerweile erobert die PC-Technologie auch Applikationen, die bislang ausschließlich speziell entwickelten Steuerungssystemen vorbehalten waren. Mit der Sinumerik 840Di können typische NC-Aufgaben wie die Steuerung von Werkzeugmaschinen komplett ohne spezielle NC-Prozessor-Karte auf PC-Basis umgesetzt werden. Jüngste Erweiterung des PC-based Automation-Angebots von Siemens ist P350, die PC-basierte Variante von Simotion, mit der sich typische Motion Control-Aufgaben von einfachen Positionieraufgaben bis hin zu komplexen Kurvenscheiben auf dem PC-Prozessor abarbeiten lassen.
Herz von PC-based Automation
Simatic WinAC ist nicht nur ein PC-basierter Controller, sondern auch die Integrationsplattform für alle Teile der Automatisierungslösung, die auf dem PC ablaufen. WinAC setzt auf Standardschnittstellen wie ActiveX sowie OPC auf und ist sowohl als Hardware-, als auch als reine Softwarelösung erhältlich. Je nachdem, welche Anforderungen die Applikation an die Deterministik des Controllers stellt, kann man zwischen der Software-SPS WinAC Basis und der echtzeitfähigen Variante WinAC RTX wählen. Die Hardware-basierten Slot-PLC-Varianten WinAC Slot 412 und 416 eignen sich für Anwendungen, die hohe Deterministik, Verfügbarkeit und Betriebssicherheit erfordern, da sie auch autark vom PC arbeiten. Alle WinAC Controller werden genau wie die “normalen” Simatic S7-Controller mit Step7 projektiert und programmiert.
Das WinAC Open Development Kit für WinAC Basis/RTX schafft eine Schnittstelle, mit der sich C oder C++-Programme mit Step7-Code aufrufen lassen. Außerdem unterstützt das Open Development Kit den Anwender auch bei der Erstellung von Funktionsbibliotheken mit Schnittstellenbausteinen, die dann für Funktionserweiterungen bei PC-basierten Projekten einsetzbar sind. Diese Schnittstelle machte sich u. a. National Instruments zu nutze, um für ihre Messwert-Karten einen WinAC-Treiber zu schreiben. Zusätzlich zum Treiber wurde auch eine Step7-Bibliothek erstellt, die es dem Anwender ermöglicht, über Step7-Funktionsbausteine direkt auf die mess-technische Hardware und Applikation zuzugreifen. Für den schnellen Datenaustausch zwischen der Slot-PLC-Version von WinAC und PC-Anwendungen wird das WinAC Slot T-Kit eingesetzt, mit dem von Step7-Anwenderprogrammen und PC-Anwendungen aus auf das Dual Port RAM der Slot-CPU zugegriffen werden kann. Für High-Speed-Anwendungen ist das die beste Voraussetzung.

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