Moderne Fahrzeuge sammeln mit Hilfe integrierter Sensoren große Mengen an Informationen über Straßenverhältnisse und Verkehrsbedingungen. Diese lassen sich in Zukunft dazu nutzen, die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer zu verbessern. Mit Hilfe dieser Daten können beispielsweise Kartendaten in Echtzeit aktualisiert und Verkehrsstörungen oder auch Gefahren frühzeitig an alle Fahrer auf der Strecke gemeldet werden. Damit eine Cloud die Daten effizient sammeln und umfassend analysieren kann, müssen die Sensordaten der Fahrzeuge in einem einheitlichen Format übermittelt werden. Andernfalls reduzieren sich Mehrwert und Nutzbarkeit dieser Daten stark.

Die Forumsteilnehmer waren sich darin einig, dass die Branche ein einheitliches Format für das Übermitteln fahrzeugeigener Sensordaten an die Cloud definieren muss. Einen Vorschlag dafür bietet die von Here kürzlich veröffentlichte Schnittstellen-Spezifikation. Auf deren Basis diskutierten die Teilnehmer während der Veranstaltung eine Vielzahl technischer Fragen, die sich beispielsweise mit Dateninhalt, Sicherheit, Anonymisierung, Übertragungsgenauigkeit und -effizienz befassten.

Der erste Schritt zum branchenweiten Standard

Das Marktforschungsunternehmen SBD prognostizierte in einer vor kurzem veröffentlichten Studie, dass bis zum Jahr 2020 jährlich über 30 Millionen vernetzungsfähige Fahrzeuge verkauft werden. Diese Fahrzeuge werden pro Jahr mehr als 163 Millionen Terabytes an Daten erzeugen, die sie über ihre fahrzeugeigenen Kameras und Sensoren erfassen.

Eine einheitliche Schnittstellen-Spezifikation für sensorbasierte Daten ist die Voraussetzung, um einen industrieweiten Standard zu schaffen – ein Ansatz, den Here und Industriepartner in der Vergangenheit bereits bei der ADAS-Schnittstellenspezifikation verfolgt hatten. Here wird in den kommenden Wochen und Monaten weiter mit weltweiten Branchenvertretern diskutieren, um einen offiziellen Arbeitskreis zum Thema Schnittstellenstandardisierung für Sensordaten gründen.