Das Einspeisemanagement für erneuerbare Energien mit Lastabwurf nach EEG (E430–12-4-103).

Das Einspeisemanagement für erneuerbare Energien mit Lastabwurf nach EEG (E430–12-4-103).Panasonic

Der Betreiber einer solchen Anlage hat die Pflicht, seine Großanlage mit einem Einspeisemanagement-System auszurüsten. Panasonic stellt dazu ein Modell vor, das aus Energiezähler, Steuerung und Web-Datenlogger besteht. Via Internet lässt sich die gesamte Anlage fernvisualisieren. Die EEG-Anforderungen lassen sich damit umsetzen. Durch Eigenverbrauch der erzeugten Leistung vor dem Netzeinspeisepunkt lässt sich die Einspeiseleistung reduzieren und damit einer Zwangsleistungsreduktion durch den Netzbetreiber entgegenwirken (Eigenbedarfsoptimierung). Es ist auch ein eigenes Lastmanagement möglich, indem der Anwender die Leistung durch intelligentes Zuschalten von elektrischen Verbrauchern, wie Warmwasserspeichern selbst nutzt.

Bei Bestandsanlagen kann die Messung der Einspeiseleistung ohne Eingriff in die Wechselrichter mit dem Eco-Powermeter-KW1M erfolgen. Das Gerät wird am Einspeisepunkt der Energieerzeugungsanlage installiert. Es ermittelt über Stromwandler den Einspeisestrom, aus dem sich die momentane Leistung sowie die Blind- und Wirkleistung berechnet. Die Regelung ist mit einer SPS etwa FP-Sigma, aufgebaut und lässt sich von nach IEC61131-3 programmieren. Systemrelevante Funktionen wie die IEC60870-Kommunikation sind in Plug-and-play-Funktionen integriert und lassen sich parametrieren und in das Gesamtsystem eingefügen. Für viele Anwendungen stehen fertige Varianten zur Verfügung, die sich mit geringem Aufwand individuell anpassen lassen. Das Einspeisemanagementsystem lässt sich ohne großen Montageaufwand von einem Installateur in eine bestehende Anlage integrieren. Voraussetzung ist lediglich ein DSL-Anschluss mit fester IP-Adresse vor Ort. Die Leistungsreduktion selbst erfolgt durch Trennung einzelner Wechselrichter vom Netz, entweder mit vorhandenen Steuereingängen oder durch einen zusätzlichen elektromagnetischen Trennschalter. Bei Neubauanlagen erfolgt die Kommunikation in der Regel über die serielle Datenschnittstelle der Wechselrichter.