Eiskalte Prototypen

Mit seiner neuen Produktionsmethode für Prototypen will ein Professor von der Universität von Missouri-Rolla die Industrie aufs Eis führen. Sie funktioniert noch schneller und vor allem billiger als das weitverbreitete „Rapid Prototyping“. Beim „Rapid Prototyping“ werden aus Kunststoff sehr schnell komplexe dreidimensionale Prototypen erstellt, die zuvor nur im Computer existierten. Statt auf Kunststoff setzt die neue Methode auf Kühlkammern und Eis und nennt sich „Rapid Freeze Prototyping“. Die Vorteile dieser Methode liegen in der billigen, schnellen und sauberen Realisierung des Prototyps.
Herkömmliches „Rapid Prototyping“ arbeitet nach der Methode von Tintenstrahldruckern: Schicht für Schicht wird ein Polymer computergesteuert übereinander aufgetragen, bis der gewünschte Gegenstand existiert. Obwohl billiger und vor allem genauer als präzise Handarbeit, ist das Verfahren wegen der technischen Ausstattung nach wie vor ziemlich teuer. Zudem entsteht viel ungesunder Rauch oder Staub. Die Eis-Methode hingegen verwendet sauberen und preiswerten Rohstoff. Das System setzt in einer Kältekammer Wassertropfen per Düse auf eine Oberfläche. Statt allerdings Schicht für Schicht vorzugehen, erstellt es zunächst eine gefrorene Hülle und füllt das Innere später per Wasserstrahl. Dies setze die Produktionszeit für ein Werkstück deutlich herab.

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