Im September sind die deutschen Elektroexporten nicht ganz so stark gestiegen wie in den Monaten davor. Dennoch ist der jüngste Ausfuhrwert der bislang zweithöchste, der jemals in einem Berichtsmonat erreicht wurde. Konkret stiegen die Elektroexporte nach Russland (+15,3 % auf 352 Mio. €), Lateinamerika (+13,1 % auf 439 Mio. €.) und China (+11,9 % auf 1,6 Mrd. €) erneut kräftig. China bleibt weiter größter Abnehmer heimischer Elektroausfuhren. In den ersten drei Quartalen beliefen sich die Ausfuhren in die Volksrepublik auf 14,0 Milliarden Euro (+17,6 %).

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Die Lieferungen in die Eurozone stiegen im September um 6,5 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro. Mit 1,1 Milliarden Euro ging ein Fünftel davon nach Frankreich. Dagegen stagnierten die Ausfuhren nach Italien (+0,5 % auf 794 Mio. €). Auch die Lieferungen in die USA bewegten sich kaum (+0,5 % auf 1,4 Mrd. €). Im Zeitraum von Januar bis September 2017 nahmen die Branchenexporte nach Russland um 35,5 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro zu, in die Eurozone um 9,2 Prozent auf 44,0 Milliarden Euro und in die USA um 7,8 Prozent auf 12,9 Milliarden.

Elektro-Außenhandel mit Großbritannien

Im September 2017 sind die deutschen Elektroexporte nach Großbritannien um 1,4 Prozent gegenüber Vorjahr auf 898 Millionen Euro gesunken. „Dies war jetzt der dritte rückläufige Monat in Folge“, so Dr. Andreas Gontermann, ZVEI-Chefvolkswirt. „Das Minus im dritten Quartal belief sich dabei auf 4,4 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die ersten beiden Quartale hatten noch mit Zuwachsraten von plus 4,6 bzw. 11,8 Prozent abgeschlossen.“

Im Gesamtzeitraum von Januar bis September 2017 erhöhten sich die Lieferungen in das Vereinigte Königreich noch um 3,6 Prozent auf 7,7 Milliarden Euro. Nach wie vor ist das Land der viertgrößte ausländische Abnehmer heimischer Elektroexporte. Die Elektroeinfuhren aus Großbritannien nach Deutschland legten im gleichen Zeitraum um 5,9 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro zu (September: +8,6 % auf 380 Mio. €).