Sion heißt das Elektrofahrzeug des Münchner Start-up-Unternehmens Sono Motors. Das Besondere daran: Am Fahrzeug angebrachte Solarzellen laden die Batterie. Insgesamt 330 Solarzellen verbaute das Unternehmen in die Karosserie des Sion. Heckklappe, Motorhaube, Dach sowie Türen sind mit Zellen bedeckt, die wiederum mit einer Schicht aus Polycarbonat überzogen sind.

Der Sion von Sono Motors ist mit Solarzellen bedeckt.

Zum Schutz vor schädlichen Umwelteinflüssen sind die Solarzellen in eine Schicht Polycarbonat eingebettet. Sono Motors

Sowohl im Stand als auch während der Fahrt können die Solarzellen so die Batterie aufladen, wodurch das Fahrzeug laut Unternehmen bis zu 30 km pro Tag mehr zurücklegen kann. Insgesamt kommt man im Viersitzer bei voller Batterie rund 250 km weit. Zusätzlich lässt sich die Batterie mittels eines bidirektionalen Ladegeräts sowohl über das konventionelle Stromnetzt laden als auch unabhängige Stromquelle nutzen. So können beispielsweise kleine elektronische Geräte mit bis zu 2,7 kw Energie versorgt oder sogar andere Elektroautos über einen Typ-2-Stecker mit 7,6 kW geladen werden.

Rund 16.000 Euro soll der Sion kosten, jedoch müssen Käufer sich dann entscheiden, ob sie die Batterie für zusätzliche 4000 Euro kaufen oder für einen noch nicht spezifizierten Preis mieten. Zu den Features des Autos zählen auch eine Smartphone-App und Mobilitätsservices. Die App ermöglicht es, so die Idee der Entwickler, den Sion mit anderen Menschen zu teilen (Carsharing) oder Powersharing zu betreiben, also Energie aus der Batterie anbieten. Zusätzlich können Besitzer des Sions Mitfahrgelegenheiten anbieten (Ridesharing).

Gegründet wurde Sono Motors im Januar 2016. Zur Finanzierung ihrer Idee startete das Unternehmen im Juli 2016 eine Crowdfunding-Kampagne und sammelte so bis September 2016 über 700.000 Euro zur Umsetzung ihres Elektrofahrzeugs. In verschiedenen Städten bietet Sono Motors ab Mitte August Probefahrten an. Die Serienproduktion soll dann im zweiten Quartal 2019 beginnen, sofern 5000 Vorbestellungen eingehen. Momentan liegt die Zahl der Vorbestellungen bei rund 1500.